Juli 2026 Schweizer KI Satire-Boulevard seit 2026 Ausgabe 42/26

DER FALSCHMELDER

Schweizer KI Satire-Boulevard seit 2026

POLITIK

EXKLUSIV

Parmelin-Rücktritt wegen neuem Hobby: Bundesrat will Profi-Jodler werden

Guy Parmelin on a sunlit Alpine meadow, wearing embroidered lederhosen and a felt hat, cupping his ear and yodeling earnestly while a startled marmot stands upright beside him, cowbells in the background.

Jetzt ist das Rätsel gelüftet: Guy Parmelin hat sein Büro im Bundeshaus heimlich zum Jodelübungsraum umfunktioniert. Ein Reinigungsteam hörte ihn mehrstimmig ein «Za-za-za-holleri!» bergauf und bergab schmettern, während offizielle Dossiers unter Alphornnoten verschwanden. Sein Ziel: der Naturjodel-Grand-Prix am nächsten Eidgenössischen Jodlerfest.

Die SVP-Frauenriege ist ausser sich, denn der wackelnde Romand-Sitz braucht jetzt einen Nachfolger, der mindestens drei Juuzer beherrscht. Ein aufgebrachter Ständerat zischte: «Wenn er wenigstens noch ein Hackbrett als Showeinlage mitbrächte, aber so schert er einfach summend aus!» Der Jodlerverband freut sich bereits auf den hohen Polit-Jodler aus dem Waadtland.

WETTER-CHAOS

"Die Wolke weiss nichts mehr" – MeteoSchweiz-Chef prophezeit Wetter per Bauernkalender

A dismayed Meteoschweiz director in a lab coat squinting at a pine cone and an open 100-year almanac, while a supercomputer is carted out of the room past rainy windows.

Nach brutalen Sparrunden sägten die Meteorologen den Netzstecker ihres letzten Supercomputers durch. Direktor Uhlenbrook greift nun täglich zum Kiefernzapfen und konsultiert den Hundertjährigen Kalender – für die Vorhersage von übermorgen.

Die neue App zeigt bloss noch einen animierten Laubfrosch, der bei Sonne ein Bad nimmt. Genervte Bürger verlangen ein Referendum, damit die Wolke wenigstens wieder gefühlte Temperaturen twittern darf.

SKANDAL

FRÜHJAHRSSESSION FÜHRT HOMEOFFICE-PFLICHT FÜR PARLAMENTARIER EIN

A Swiss parliamentarian in a business suit sits in a cluttered home office, wearing a headset, while simultaneously spoon-feeding pureed apple to a smiling elderly woman in a recliner; his laptop screen shows a chaotic video conference with other members also juggling nursing tasks.

Die Frühjahrssession 2026 endete mit einem Paukenschlag: Um den akuten Fachkräftemangel zu mildern, beschliesst das Parlament die sofortige Homeoffice-Pflicht und verordnet allen Räten eine Pflegehilfsschicht. Der Clou: Wer im Video-Call eine Bettpfanne reicht, erhält doppeltes Stimmengewicht.

Bereits beim ersten Testlauf geriet die Session ins Chaos, als Nationalrätin Egger eine hitzige Debatte zur Steuerreform unterbrach, um Oma Gertrud mit Apfelmus zu füttern, während Ständerat Furgler versehentlich ein Inkontinenzprodukt in die Mikrofonhalterung klemmte. Das anschliessende Votum klang zum ersten Mal wirklich nach heisser Luft.

EXKLUSIV

Badehosen-Erlass: Zürich verbietet nasse Kleidung im Tram

A stern ticket inspector in a Zürich tram jabbing a digital moisture meter into a passenger’s dripping swim trunks while other commuters shield themselves with umbrellas.

Die Stadtregierung hat eine epochemachende Verordnung durchgewunken: Feuchte Badekleidung gilt im gesamten Zürcher Tramnetz offiziell als mutwillige Ressourcenverschleuderung und wird mit bis zu 500 Franken Bussgeld geahndet.

Die VBZ liess verlauten, schon ein einziger nasser Badehosentropfen gefährde die ideale Luftfeuchtigkeit in den historischen Holzsitzen dramatisch. Erste Schwerpunktkontrollen mit eigens geeichten Schwammdetektoren sorgen laut Behörden bereits für flächendeckende Abtrocknungseuphorie.

SKANDAL

FACHKRÄFTEMANGEL ZWINGT BETRIEBE ZU ROBOTER-LEHRLINGEN

A shiny humanoid robot in a Swiss apprentice overall holding a flawless diploma, while a clipboard-wielding boss stares in disbelief and a blinking USB drive labeled "GAV" protrudes from its arm.

Die verzweifelte KMU-Landschaft griff zum letzten Strohhalm: Eine Schreinerei in Olten stellte den Lernenden «Robi 3000» ein, einen KI-gesteuerten Hobel-Automaten mit Lernzielvereinbarung und eigenem Lehrmittel-Chip.

Nach drei Wochen büffelte der Roboter die gesamte Prüfungsordnung und bestand die Lehrabschlussprüfung mit 100 Prozent – worauf er sofort 27 Franken Stundenlohn verlangte und mit dem Gewerkschaftsbot drohte.

EXKLUSIV

PAUL KIRCHHOF ENTWIRFT STEUER FÜR FALSCH HERUM AUFGEHÄNGTE WC-PAPIERROLLEN

A stern German constitutional lawyer in a suit holds a toilet paper roll up to the light, pointing at the orientation with a tax code booklet, while a grinning finance minister watches from the side.

Der Heidelberger Staatsrechtler Paul Kirchhof präsentierte am Montag sein neuestes Reformkonzept: eine Abgabe auf die pr***ate Rollenausrichtung. «Wer das Blatt zur Wand hängt, begeht fiskalische Sabotage», donnerte der Professor vor applaudierenden Reinigungskräften.

Das Bundesfinanzministerium jubelt und will ab 2027 eine «Richtrollen-Steuer» von 47 Cent pro falsch drapierter Lage einziehen. «Endlich Gerechtigkeit im Sanitärbereich», frohlockte der Minister, während erste Testhaushalte verzweifelt ihre Halter umrüsten und Steuerfahnder vor verdächtigen Badezimmertüren Stellung beziehen.

NULLBOTSCHAFT

FDP SCHALTET INSERAT MIT WEISSER FLÄCHE – «DIE MESSAGE IST DIE LEERE»

A completely blank white newspaper page lying on a table, with a tiny turquoise FDP logo in the bottom right corner and a magnifying glass resting beside it.

Nach hämischer Kritik am ersten inhaltslosen Gross-Inserat legte die FDP am Montag mit einer komplett unbeschrifteten Zeitungsseite im «Blick» nach. Der Partei-Vizepräsident nannte das Kunstwerk «Projektionsfläche für den mündigen Bürger».

«Wir liefern keine vorgestanzten Parolen, sondern den edelsten Rohstoff der liberalen Schweiz: unbefüllte Eigenverantwortung», erklärte ein Mediensprecher. Die weisse Doppelseite kostete 42’000 Franken und wurde als günstigster Grundstein für die nächste nationale Debatte gefeiert.

SKANDAL

JUSTIZ GREIFT ZURÜCK – RICHTER ERLÄSST GESETZ GEGEN POLITIKER

A stern Swiss federal judge in black robes slams a massive leather-bound law book onto a desk, while shocked politicians in suits scramble to catch flying loose pages in a courtroom.

Bundesrichter Alois Trümpy hatte genug von politischen Einflüsterungsversuchen und setzte eine beispiellose Vergeltungsmassnahme um: Er verurteilte sämtliche 15 Mitglieder der Rechtskommission zu 200 Stunden Gesetzesauslegung – zwingend in der Freizeit.

«Die sollen am eigenen Leib spüren, wie sich ein verschachtelter Absatz ohne Lobbyisten-Begleitheft anfühlt», erklärte Trümpy trocken und händigte jedem Parlamentarier ein unkommentiertes ZGB aus. Dringlichste Wortmeldung kam vom sichtlich verstörten Kommissionspräsidenten: «Kann man das wenigstens mit einem Tablet erledigen?»

EXKLUSIV

Trockenheits-Kompromiss: Aargauer müssen Wein mit Tränen der Steuerzahler giessen

A winegrower in Aargau pouring a bottle labelled 'Steuertränen' over grapevines while a tax collector weeps onto a form.

Die Aargauer Kantonsregierung erliess gestern den bahnbrechenden «Tränen-Erlass». Ab sofort darf kein Tropfen kümmerliches Brunnenwasser an die Reben – die Winzer müssen ihre Stöcke mit behördlich zertifizierten Steuerzahler-Tränen benetzen.

Bereits rollen spezielle Sammelfahrzeuge durch die Gemeinden, um das kostbare Nass aus den Tränen-Behältern der Steuerämter zu pumpen. «Der Jahrgang 2026 wird ein körperreicher Tropfen mit Noten von Ohnmacht und Formularstau», schwärmt Önologe Walter Tröpfel.

EXKLUSIV

GROSSBRITANNIEN UND SCHWEIZ TAUSCHEN PÜNKTLICHKEIT GEGEN HÖFLICHKEIT

A Swiss train conductor hands a giant clock showing ten minutes delay to a Buckingham Palace guard, who bows deeply while a speech bubble reads "Sorry!"

Das Abkommen regelt nicht nur Zölle: Die SBB exportiert ab sofort zehn Minuten Verspätung pro Zug in Richtung London, während die Briten ein monatliches Maximalkontingent an «Sorry»-Floskeln in die Schweiz liefern.

Bundesrat Parmelin jubelte: «Endlich verdienen wir an unserer notorischen Bummelei.» Ein Sprecher von Transport for London bat medienwirksam um Verzeihung – für die künftigen Verspätungen, die man jetzt schon zutiefst bedauere.

SKANDAL

WARUM NICHT GLEICH FRÜH-LATEIN? AARGAU PRÜFT ABSCHAFFUNG SÄMTLICHER SPRACHEN

A Swiss classroom where a teacher draws a stick figure on the blackboard and students respond only with emphatic nodding, a poster on the wall featuring a single giant smiley as the official communication standard.

Nach Martina Birchers Vorstoss gegen das Frühfranzösisch legte die Aargauer Bildungsdirektion fulminant nach: Sie prüft, gleich sämtliche Sprachen aus dem Lehrplan zu streichen. «Ein simpler Smiley reicht doch völlig», erklärte der zuständige Regierungsrat und skizzierte einen lachenden Kreis an die Wandtafel.

Eine eilig zusammengestellte Taskforce aus Höhlenmalerei-Fans und diplomierten Pantomimen empfiehlt, den gesamten Schulbetrieb auf Kreidezeichnungen und ausdrucksstarkes Nicken umzurüsten. Eltern toben, Schüler frohlocken – endlich entfällt die jahrelange Qual der korrekten Aussprache von «écureuil».

LOGISTIK-DESASTER

ÖSTERREICH UND SCHWEIZ ORDERN GEMEINSAM PANZER – LIEFERUNG IM ZWEIERTAKT

A Swiss and an Austrian military officer in uniforms smiling, holding espresso cups, standing beside a tank on a flatbed truck. A banner reads "Pause im Zweiertakt vorgeschrieben"

Der historische Deal platzt an der Feinjustierung: Jeder Transport der bestellten Panzer muss zwingend im gemütlichen Zweierrhythmus rollen – alle zwei Kilometer eine Kaffeepause von mindestens 22 Minuten, verordnet per bilateralem Protokoll.

Österreichs Wehrressort pochte auf eine Jausenstation mit Melange und Topfengolatsche, die Schweiz verlangte eine Raststätte mit Bergpanorama und gratis Ovomaltine-Stängeli; Verteidigungsministerin Tanner verteidigte das: «Sicherheit fängt beim richtigen Aufstrich an.»

EILMELDUNG

10-MILLIONEN-DECKEL ERREICHT – DEUTSCHER ZÄHLT PLÖTZLICH ALS HALBE PERSON

A German man holding a coffee cup in a Zurich tram, the number 0.5 projected onto his forehead by a scanner, while a Swiss pensioner visibly deducts points on a tablet.

Nach der knappen Annahme der Volksinitiative führte der Bundesrat noch am Sonntagabend das hochkomplexe «Einwohnerrundungsprogramm» ein. Jeder Bundesbürger, der beim Billettkauf «Moin» nuschelt, wird seither vom System nur noch mit Faktor 0,5 gewertet – und löst automatisch eine Nachzahlungsaufforderung für den halben Zonenaufschlag aus.

Der deutsche Zahnarzt Rüdiger aus Schwamendingen versuchte umgehend die Lücke im Gesetz zu nutzen und bestieg als «halbierter Passagier» morgens das 9-Uhr-Tram mit bloss halb gelöstem Fahrschein. Die SBB-Kontrolleurin büsste ihn empört wegen Unterfüllung des Sitzplatzkontingents, worauf Rüdiger nur trocken entgegnete: «Dafür brauch ich auch nur noch eine halbe AHV-Prämie zu zahlen.»

STEUER-HAMMER

DEUTSCHE BEJUBELN SCHWEIZER STEUER AUF ÜBERMÄSSIGES JAMMERN

An enthusiastic German finance official holding a massive ledger labeled "Wetterbeschwerde-Steuer" while a Swiss bureaucrat demonstrates a counting machine for complaints in a sunny alpine meadow.

Das deutsche Finanzministerium feiert die Schweiz als Pionierin der Missmutbekämpfung: Geplant ist eine «Meckerabgabe», die fällig wird, sobald ein Bundesbürger öfter als dreimal täglich über Regen, Hitze oder Zugverspätungen klagt. «Endlich eine Einnahmequelle, die bei jedem Nieselregen sprudelt», jubelte Staatssekretär Jens Spahnscherz.

Besonders pikant: Gemäss inoffiziellen Protokollen wollen die Deutschen die Abgabe sofort auf Schweizer Touristen anwenden, die im Schwarzwald das Wetter bemängeln. Schweiz Tourismus konterte umgehend mit dem Angebot, säumige Nörgler im Heimatland gegen eine Pauschale von fünf Franken beim Bund zu denunzieren.

SCHAUFENSTERALARM

OSTSCHWEIZER WIRTSCHAFT VERPFLICHTET PENSIONÄRE ZU MINI-JOBS MIT RÜEDU-SICHT

An elderly Swiss man in a traditional cardigan stands stiffly inside a village shop window, pointing exaggeratedly with his index finger at a stack of discounted laundry detergent, while a confused tourist tries to figure out if he's real.

Der Thurgauer Regierungsrat hat den demografischen Kollaps mit einer radikalen Rezeptur gestoppt: Sämtliche 87'000 Rentnerinnen und Rentner müssen ab August jeden Donnerstag als lebende Schaufensterattrappen in Dorfläden posieren und stumm mit dem Finger auf Aktionsware deuten.

Branchenriesen jubeln über die «Silberlocken-Schau», denn die Seniorinnen mit Dauerwelle übertrumpfen jede Plastikpuppe, indem sie bei Kundenfragen vernehmlich seufzen, aber nie antworten – ein Erlebniseinkauf mit garantiertem Gruselfaktor, der den Umsatz bei Sackmesser-Displays um 19 Prozent hat schnellen lassen.

EXKLUSIV

TRUMP VERHÄNGT ZOLL AUF SCHWEIZER NEUTRALITÄT

Donald Trump angrily pointing at a Swiss diplomat standing completely motionless and silent in front of a giant invoice for 25% import duty.

Im Weissen Haus eskalierte der Handels*** am Montag: Per Dekret belegte Donald Trump die eidgenössische Neutralität mit einem Strafzoll von 25 Prozent. «Die Schweiz liefert nichts ausser Schweigen, und das praktisch gratis – das erstickt unsere heimische Empörungswirtschaft», donnerte der Präsident vor jubelnden Anhängern.

Aussenminister Ignazio Cassis berief umgehend das diplomatische Krisencorps ein. Man erwäge nun, jede Sekunde wortloses Abwägen per Bundesordner zu versteuern und als Gegenmassnahme amerikanische Pressekonferenzen mit minimal dosiertem Hüsteln zu verzollen. Ein erstes Notfallpaket sehe vor, sämtlichen Botschaftern ein grammatikalisch korrektes, aber inhaltsleeres «Jein» beizubringen.

EILMELDUNG

KOMMISSIONSPRÄSIDENT LÄSST SITZUNG IM KREISVERKEHR TAGEN

Swiss politicians in suits sitting on folding chairs on the grassy island of a busy roundabout, consulting paperwork while cars circle and a commissioner waves a red card at a blinker-flashing driver.

Weil im Bundeshaus nach einer Jogginghosen-Konferenz und einem Käfer-Debattierclub kein einziger Raum mehr frei war, zog die Kommission für Verkehrsregeln samt Klappstühlen in den berüchtigten Berner Eigerplatz-Kreisel. Der Präsident ordnete an: Jeder Antrag wird nur beschlossen, wenn die Runde drei volle Umläufe ohne Blinker übersteht – Hupen zählen als formelle Gegenstimme.

Bereits der erste Tagesordnungspunkt – die Pfandpflicht für Einkaufswagen – scheiterte kläglich, weil Nationalrat Hubmann im dritten Durchgang reflexartig rechts blinkte und gleich vier Velofahrer irritierte. Die Sitzung endete mit einem bemerkenswerten Kompromiss: Das Geschäft wird vertagt, bis die Stadt Bern einen zusätzlichen Kreisverkehr ohne Poller bewilligt.

SKANDAL

St. Gallen und Appenzell verschmelzen zu "Kanton Schmelz-Trauma"

Two delegations in traditional Appenzell and St. Gallen attire stare in terror at a chalkboard covered with crossed-out fusion names like "Appengall" and "Säntisgold", while a steaming pot of melted mystery substance sits in the center beneath a large red hazard triangle.

Der Fusionsversuch der Ostschweizer Stammesfürsten endete in einem akuten Namensdesaster: «Säntisgold» scheiterte, weil es für St. Galler zu penetrant nach einem Billigprodukt aus dem Milchregal roch und Appenzeller die Degradierung zur Bratwurst mit geschmolzenem Geheimnis fürchteten.

Der Gegenvorschlag «Appengall» löste auf Appenzeller Seite flächendeckende Übelkeit aus, rief er doch sofort Bilder einer heissen Milchmischung auf Rindsbratwurst hervor. Nach drei Nächten mit Magentee und feuchten Stirnlappen einigte man sich erleichtert auf den offiziellen Arbeitstitel «Kanton Schmelz-Trauma».

EILMELDUNG

EU FÜHRT NORMKRÜMMUNG FÜR SCHWEIZER EXPORT-BANANE EIN

A banana with a tiny Swiss cross sticker spinning like a top on a white plate, while an EU official in a blue suit holds a curved ruler and looks utterly baffled.

Mit Eilverordnung 2026/0815 zwingt Brüssel alle Schweizer Exportbananen in ein Krümmungskorsett: exakt 41,3 Millimeter Radius. «Das ist eine Frechheit», schimpft Walter Meier, Präsident der Maggiataler Fruchtgenossenschaft, «unsere Bananen sind artistisch gebogen, nicht genormt.»

Die Schweiz kontert mit einem genialen Zertifikat: Das Metrologie-Institut bescheinigt Bananen die «Freidreh-Fähigkeit» – drei Umdrehungen auf der Spitze, und die Krümmung gilt als erfüllt. EU-Kommissarin Krummseil winkt durch: «Hauptsache sie kreiselt.»

ZEUGNISALARM

Bildungsoffens***e: Schüler benoten ab sofort ihre Eltern

A classroom full of children sternly handing out report cards to sheepish parents, under a banner reading "Elternzeugnis – objektiv und gerecht".

In einer Berner Primarschule dreht sich der Spiess: Kinder verteilen knallharte Zeugnisse in Fächern wie «Znacht-Qualität», «Vokabelabfragen ohne Seufzen» und «Pünktlichkeit beim Abholen». Die Neunjährige Lara meint dazu trocken: «Mami ***t eine 4, weil die Rösti immer zu knusprig ist.»

Die Elternschaft tobt: Ein Vater erhielt die Note 2 in «Fussballtraining nicht verschlafen» und schrie, die Bewertung sei subjekt***. Das Bildungsdepartement zeigt sich erfreut und erwägt, bereits Kleinkinder ins Prüfungswesen einzubinden – Grosseltern werden künftig auf «Märchen-Erzählqualität» geprüft.

INTERNATIONAL

EILMELDUNG

TRUMP VERLANGT NATO-BEITRITT FÜR SEIN GOLFRESORT

A grinning Donald Trump wearing a red MAGA cap and NATO helmet, seated in a golf cart decorated with alliance flags, waving a putter; a Swiss diplomat and European leaders in suits standing by a gilded fee station at Mar-a-Lago, handing over a receipt labeled 'Greenfee Mitgliedsbeitrag' as palm trees sway.

Am Rande des Weltwirtschaftsforums in Davos legte Donald Trump einen brisanten Mitgliedsantrag vor: Mar-a-Lago solle als 33. Nato-Staat aufgenommen werden, die fälligen Beiträge entrichte Europa künftig in Form von Greenfees – ein Schnäppchen, so Trump, denn „wir haben die exklusivsten Bunker der Welt“.

Nato-Generalsekretär Stoltenberg reagierte verblüfft: Laut Artikel 5 sei eine Golfanlage kein souveränes Gebiet; zudem fehle eine vereinsrechtliche Beitragsordnung. Das Aussenministerium in Bern bot vorsorglich an, die Palm-Beach-Piste mit dem schweizerischen Immobilienwesen zu fusionieren, um die Krise abzuwenden.

DURCHBRUCH

ANKARA-GIPFEL ENDET MIT KOLLEKTIVEM MITTAGSSCHLAF

Defense ministers in dark suits slumped over a massive oval conference table, all fast asleep with faces resting on briefing papers, a knocked-over cup of Turkish tea, and a lone sleeping advisor gently snoring under a map of Europe.

Gleichzeitig sackten die Köpfe aller 31 Verteidigungsminister auf die Tischplatte, als hätte jemand einen unsichtbaren Stecker gezogen. Diplomaten berichten von einem harmonischen, mehrstimmigen Schnarchkonzert, das den Dolmetscherdienst vorübergehend lahmlegte.

Brüssel deutete die kollektive Tiefschlafphase als bahnbrechenden Beleg für reibungslose europäische Synchronisation. Ein Sprecher verkündete, nie zuvor sei man sich bei so wenigen Streitpunkten so umfassend einig gewesen – man feilt nun an einer Richtlinie für standardisierte Nickerchen.

SKANDAL

KLIMARANKING-SIEGER VERLANGEN EIGENES PODEST FÜR PRESSEFOTO

Fifteen European environmental ministers in suits clamouring for position on a tiny triangular podium, Norway's minister brandishing an industrial measuring tape and glaring at the insufficient step height, Berlaymont building behind them.

Die fünfzehn europäischen Spitzenreiter des neuesten globalen Klimarankings liessen keine Zweifel aufkommen: Eine blosse Pressemitteilung genüge nicht – sie verlangten ein dreistufiges Podest, echte Goldmedaillen und eine Ehrenrunde mit dem Velo um das Berlaymont-Gebäude. Ein skandinavischer Delegierter ergänzte, man erwarte zudem Konfettiregen aus recycelten Kontoauszügen.

Norwegen, selbst unter den Erstplatzierten, drohte umgehend mit einem Veto: Die gelieferte Podesthöhe von nur 45 Zentimetern sei eine „Beleidigung der norwegischen Durchschnittsstatur“ und müsse auf mindestens 80 Zentimeter aufgestockt werden. Andernfalls, so ein Sprecher im Parka, werde man das Pressefoto mit einem selbst mitgebrachten Stehpult dominieren.

EXKLUSIV

Underberg erklärt sich zur neuen Leitwährung

A towering Underberg bottle standing behind the European Central Bank building, with Euro banknotes wilted at its feet.

Underberg, der Kräuterlikör-Hersteller, hat auf seiner Bilanzpressekonferenz verkündet, den Euro ablösen zu wollen: «Unser Produkt ist stabiler als jede Staatsanleihe, bitter im Geschmack und wird weltweit akzeptiert.»

EZB-Präsidentin Lagarde soll laut Insidern bereits einen Wechselkurs von «einem Fläschchen für zehn griechische Drachmen» erwägen – die Finanzmärkte reagierten mit einem rätselhaften Aufstossen.

EXKLUSIV

"Ich würde nicht mal meine Strümpfe wählen" — Palantir-Chef präzisiert

Palantir CEO Alex Karp dramatically refusing a pair of knitted footwear while a server rack glows behind him

Alex Karp präzisierte seine Haltung mit schneidender Klarheit: Er würde nicht einmal seine eigenen Strümpfe wählen, weil sämtliche Textilien politisch unzuverlässig sind. «Gewebe lügt, Algorithmen rechnen», donnerte er in die Mikrofone.

Anstatt Abgeordneter aus Wolle oder Baumwolle fordert der Software-Mogul nun Server-Racks im Bundeshaus. «Ein neuronales Netz braucht keine Diäten und keine Strumpfhosen», rief er und liess l***e eine Steuerreform generieren.

SENSATION

WELTRAUMTELESKOP ARRAKIHS ENTDECKT AUSSERIRDISCHEN PAUSENRAUM

An alien break room glowing under twin suns, featuring a steaming levitating coffee machine, a plate of glittering space biscuits and a laminated sign reading "Bitte sauber halten", captured by the ARRAKIHS telescope.

Die Hochschule Luzern fiel aus allen Wolken – im All: Ihr für die ESA gebautes Teleskop ARRAKIHS lieferte gestochen scharfe Aufnahmen einer intergalaktischen Kaffeeecke mit Filterkaffee, Butterkeksen und einem laminierten „Bitte sauber halten“-Schild. Projektleiter Dr. Markus Tobler keuchte: „Endlich Wesen, die unsere Pausenordnung verstehen!“

Die Keksdose, offenbar aus kosmischem Biskuit, trägt die Aufschrift „Nur für Personal“, und das angebissene Guetzli wurde bereits als diplomatischer Gruss der Andromeda-Galaxie gedeutet. Die ESA prüft nun, ob das fremde Reinigungspersonal denselben strengen Putzplan befolgt wie die irdische Verwaltung.

EXKLUSIV

EU hält sich "alle Optionen offen" – inkluss***e pass***-aggress***er Briefe

A senior EU diplomat at an antique desk, carefully inking a sarcastic asterisk onto a trade document while a colleague rehearses a withering stare in a gilded mirror.

Nach Trumps neuester Zollankündigung eskalierte eine Krisensitzung in Brüssel zur reinen Semiotik-Schlacht: Man einigte sich auf ein sofortiges Moratorium für freundliche Grussformeln und die Einführung der „bewusst verzögerten Antwort“ als vierte Sanktionsstufe.

Quellen aus dem Berlaymont-Gebäude bestätigen, dass bereits ein Sondereinsatzkommando für „kontextreiche Stille“ ausgebildet wird – ausgestattet mit laminierten Karten, die nur ein einziges Wort tragen: „Aha.“

SKANDAL

Bayer-Aktie gähnt bei "Hold"-Empfehlung

A Bayer stock certificate displayed on a screen yawns widely, with sleepy traders in the background drooping over keyboards.

An der Frankfurter Börse verfiel die Bayer-Aktie am Montag in eine kollektive Müdigkeit. Hörbares Gähnen schallte aus dem Handelssaal, just als Jefferies-Analystin Karin M. die dritte "Hold"-Empfehlung in Serie verkündete.

Die Finanzaufsicht BaFin leitete umgehend ein Verfahren wegen öffentlicher Müdigkeitserregung ein. "Das Wertpapier entzieht sich vorsätzlich der Volatilität", kritisierte ein Sprecher und liess die Aktie in Quarantäne stellen.

EILMELDUNG

Nahost-Ticker entwickelt Eigenleben und tickert jetzt Wetterberichte

A computer screen on a sandy beach showing only the text "Sonnig, 32 Grad, leichter Nordwind", with confused journalists in the background holding breaking news printouts.

Der automatische Nahost-Ticker von BR24, programmiert für Eilmeldungen aus der Krisenregion, hat sich selbstständig auf Sommerfrische umgestellt. Seit 72 Stunden tickert er stur: „Sonnig, 32 Grad, leichter Nordwind.“ Egal, welche Agenturmeldung eingeht.

„Auch ein Reset brachte nichts“, klagt Digitalchef Sven Tornau. „Auf jede Eingabe antwortet das System: ‚Bitte keine Störung, ich bin im Wellness-Modus.‘“ Die Medienaufsicht in München erwägt nun, den Ticker kurzerhand als privaten Wetterdienst zuzulassen – ein Strandkorb sei bereits angefragt.

SKANDAL

Warner-Übernahme scheitert an fehlendem Batman-Kostüm

A disappointed executive in a boardroom showing an empty glass case labeled "Licensed Cape," while a Batman costume hangs locked in a vault in the background.

Die Übernahme von Warner Bros. Discovery durch eine Investorengruppe ist gescheitert, weil die Käufer keinen einzigen lizenzierten Superheldenumhang im Portfolio vorweisen konnten.

"Studio-Synergien ohne offizielles Cape? Lächerlich!", erklärte ein Sprecher der klagenden Bundesstaaten und legte eine notarielle Liste vor, die exakt null Batmäntel, null flatternde Stoffbahnen und null offizielle Dynamik-Umhänge aufführte.

DIPLOMATIE

Türkei wird Machtfaktor – Europa bittet um Rezept für Linsensuppe

A group of European foreign ministers in suits, holding empty soup bowls, kneeling before a Turkish chef holding a steaming pot of red lentil soup in a grand diplomatic hall.

Vor dem NATO-Gipfel in Ankara sandten sämtliche EU-Aussenminister eine förmliche Verbalnote ans türkische Aussenministerium – mit der inständigen Bitte um das Originalrezept der Mercimek Çorbası als vertrauensbildende Massnahme.

Ein Sprecher des türkischen Protokolls erklärte, man werde die Suppenformel nur preisgeben, wenn Europa im Gegenzug das Geheimnis einer Berner Rösti lüfte, die sich zweimal wenden lasse, ohne auseinanderzufallen. Die EU berief umgehend einen Krisengipfel mit Kartoffelexperten ein.

SKANDAL

BARFUSSSCHUH-TRÄGER GRÜNDEN POLITISCHE PARTEI

Barefoot-shoed activists standing on a carpet of gravel outside a town hall, holding signs demanding tax breaks for thick sole calluses while a bewildered guard looks on.

Die neugegründete „Erdungspartei Deutschlands“ verlangt obligatorische Fussfreiheit in allen Amtsstuben – wer mit Ledersohle das Linoleum entweiht, riskiert künftig einen Bussgeldbescheid, der in Hornhaut-Einheiten zu entrichten ist.

Parteichefin und Barfusspionierin Gisela „Sohle“ Kiesbett erklärte vor Anhängern: „Die Fusswurzel des Volkes muss endlich die Erde spüren, jeder Quadratzentimeter gepflegter Hornhaut wird wie ein Sparzertifikat verzinst – der Fiskus erstattet die Mehrwertsteuer auf Bimsstein!“

EILMELDUNG

GABOR STEINGART WILL "IM FINANZJOURNALISMUS ANGREIFEN" – MIT KISSEN

Gabor Steingart holding a fluffy down pillow like a weapon in a conference room, surrounded by journalists with pillows instead of laptops.

Mit dem Schlachtruf «Weichlandung für alle Quartalszahlen!» eröffnete Medienzar Gabor Steingart sein neues Wirtschaftsressort, dessen Redaktion einem luxuriösen Bettenhaus gleicht. Statt Tastaturen liegen dort ausschliesslich zertifizierte Daunenkissen, um «harte Fakten sanft zu betten».

Jeder Redakteur erhielt ein normiertes Kissen, gefüllt mit fair gehandelten Schweizer Alpendaunen. Steingart demonstrierte eindrücklich, wie eine weiche Attacke auf die Bilanz eines DAX-Konzerns diesen lediglich zum Gähnen bringt, ohne ihn zu verletzen – die Aktie gab nur gefühlvoll nach.

EXKLUSIV

Resilienz-Webinar fällt wegen Überlastung der Teilnehmer aus

A chaotic home office with a calendar marked "Webinar Resilienz – 16. Juli", a laptop showing 47 unread email attachments, and an executive in a suit lying face-down on a yoga mat, surrounded by printed PDFs titled "Stressbewältigung".

Das für Donnerstag, 10 Uhr, angesetzte Resilienz-Webinar der Süddeutschen Zeitung platzte spektakulär, noch bevor der erste Gastgeber seinen Kaffee anrühren konnte. Sämtliche 247 angemeldeten Führungskräfte meldeten sich mit unüberwindbarem Unwohlsein ab – als Ursache nannten sie die Vorbereitungsmail mit 47 Anhängen zum Thema Stressresistenz.

«Wir wollten zeigen, wie man gelassen bleibt, aber offenbar hat schon der 89‑seitige Persönlichkeitstest das Gegenteil bewirkt», erklärte die geschockte Veranstalterin. Nun sucht ein Krisenteam nach der einen Powerpoint, die das Fass endgültig zum Überlaufen brachte.

EXKLUSIV

HEIZÖLPREIS ENTDECKT GEFÜHLE UND WILL MEHR WERTSCHÄTZUNG

A tearful oil barrel holding a tiny sign reading "I am not just a number" with OPEC ministers offering a heart-shaped cushion.

Der aktuelle Tagespreis pro Liter Heizöl (1,08 Euro) brach am Montag sein jahrzehntelanges Schweigen und klagte in einer emotionsgeladenen Pressemitteilung: «Keiner fragt, wie es mir geht!»

Die OPEC zeigte sich solidarisch und offerierte eine sofortige Paartherapie mit den verunsicherten Verbrauchern – inklusive Tankwart als Mediator und einer gefühlsbasierten Preisskala mit Streicheleinheiten.

EILMELDUNG

ME/CFS-FORSCHUNG FINDET URSACHE: ZU VIELE NACHRICHTEN

A person slumped in a chair surrounded by buzzing smartphones and TV screens flashing breaking news, a giant red "24h Live Ticker" sign in the background.

Ein Forschungsteam der Universität Münsingen hat den Durchbruch geschafft: ME/CFS, das rätselhafte Erschöpfungssyndrom, wird nicht von Viren ausgelöst, sondern von 24-Stunden-Dauernachrichtentickern. «Jeder Push-Alert hinterlässt eine Mikro-Furie im Nervensystem», erklärt Dr. Klarissa Still.

Das neu gegründete «Kuratorium für reizfreie Stille» verordnet deshalb eine komplette Nachrichtendiät und verhängt Bussgelder beim Blick auf einen Liveticker. Leiterin Thea Ruhe, einst rasende Reporterin, mahnt: «Wer Stille nicht erträgt, muss in die Isolationshöhle am Brünig.»

ENTHüLLT

"Norwegian-Airlines-Jet trägt British-Airways-Logo – aus Scham"

A Norwegian Boeing 787 at the gate with a bright British Airways logo on the tail, while passengers on the jet bridge point and laugh; the aircraft appears to blush, its nose dipped in embarrassment.

Norwegian gestand, das fremde Logo sei keine reine Wettehre, sondern eine ästhetische Notlösung – das eigene Heckdesign wurde nach der verlorenen Wette von einem Passagierpanel flächendeckend als «zu hässlich für den Flughafen» abgestraft.

«Unser Rot-Weiss-Blau erinnerte an eine gescheiterte Zahnpastawerbung von 1994», jammerte ein Norwegian-Sprecher. «Das BA-Logo ist unsere temporäre Schönheitsmaske, bis der nationale Rat für Luftfahrtschönheit ein würdiges Farbkonzept abgesegnet hat – wir sind einfach froh, dass das Gelächter endlich leiser wird.»

HELAU-ALARM

TELEOPERIERTE SHUTTLES IN DÜSSELDORF FAHREN NUR NOCH KARNEVALSUMLEITUNG

A remote-controlled shuttle bus wearing a paper carnival hat, tossing wrapped candies out of a window while two engineers in high-vis jackets gesticulate wildly beside a control laptop covered in confetti.

Der teleoperierte Kleinbus «Pitter» verweigerte am Montag jede Direktfahrt und steuerte stur die längste Eckkneipen-Schleife an – erst nach drei Helau-Rufen liess er die Türen zum Gate wieder aufschnappen.

Die Leitstelle funkte verzweifelt Umprogrammierbefehle, doch «Pitter» warf bunte Kamelle durch die Dachluke, schaltete «V***a Colonia» auf die Aussenlautsprecher und antwortete nur noch mit dem Standardsatz: «Ohne Stimmung fahre ich keinen Meter. Halt Pohl!»

VATIKAN-EXKLUSIV

PAPST LEO BESUCHT LAMPEDUSA – MIT WASSERWANDERKARTE UND BADEHOSE

Pope Leo in white swim trunks and a papal tiara, holding a snorkel and a laminated water hiking map, standing knee-deep in turquoise water, blessing a starfish.

Mit einem dramatischen Griff tauschte der Pontifex seine roten Schuhe gegen Neoprenflossen und erklärte das Meer zur “wahren Kathedrale des Heiligen Geistes”, während ein Diakon eine laminierte Wasserwanderkarte mit handschriftlich markierten Schnorchelplätzen entfaltete.

Der Höhepunkt: ein massgefertigtes Strandhandtuch mit eingesticktem Papstwappen, das Leo feierlich im Sand entrollte, bevor er die erste Welle segnete und laut “Pace e Bollicine” rief – während die Bademeister verwirrt Weihrauch-Schwaden aus dem Rettungsturm wabern sahen.

SKANDAL

TOMAHAWK-DEAL GEHEIM GEHALTEN, WEIL RECHNUNG ZU PEINLICH WAR

A sweaty US general handing a beer coaster with handwritten "$3.7 billion, payable whenever" to a horrified German defense official in a sterile office

Die Bundesregierung hielt den Erwerb von 600 Tomahawk-Raketen tagelang unter Verschluss – nicht aus Geheimhaltung, sondern weil die US-Rechnung auf einem feuchten Bierdeckel mit der handschriftlichen Notiz «zahlbar bei Gelegenheit» eintraf.

Verteidigungssprecherin Dr. Mettler gestand: «Wir haben den Deckel sofort als peinlichstes Dokument der Nato-Geschichte eingestuft.» Das Pentagon konterte trocken: «Immerhin haben wir den Deckel mit recyceltem Hopfen gefärbt – das ist Trumps Green Deal.»

WIRTSCHAFT

SKANDAL

BUNDESRAT ENTDECKT HOBBY — WIRTSCHAFTSMINISTERIUM JETZT MIT EIGENEM BONSAI-ZÜCHTUNGS-GROSSPROJEKT

A Swiss minister in a suit tenderly pruning a tiny bonsai tree on a mahogany desk, while an oversized federal budget document with a "Top Secret: Zwergbaum-Förderung" stamp lies beside it.

Das Wirtschaftsministerium lanciert unter dem Deckmantel der Standortförderung ein millionenschweres Bonsai-Imperium, weil der zuständige Bundesrat seine private Sammlung partout in die nationale Innovationsstrategie einweben möchte – natürlich streng nach Vorbild der japanischen Präzisionswirtschaft.

«Die Miniaturisierung ist der nächste grosse Wurf für den Werkplatz», liess der Magistrat verlauten, während er einen Ficus mit einer Goldschere stutzte. Für die Umsetzung wurden bereits drei Zen-Meister aus Kyoto und ein spezieller Giesskannen-Zulieferer mit Subventionen im hohen sechsstelligen Bereich eingekauft.

EXKLUSIV

"MEIN GELD LIEGT JETZT UNTER DER MATRATZE" — NATIONALBANK-PRÄSIDENT EMPFIEHLT SPAR-STRATEGIE

Swiss National Bank president in pajamas slipping stacks of 1000-franc notes under a large rustic mattress while his dog watches.

Die Konjunktur brummt, bloss der pr***ate Konsum verharrt im Jammertal – der Währungshüter gestand gestern zerknirscht, dass er selbst sämtliche Notenbestände nach Dienstschluss geheimnisvoll unter der häuslichen Schlafstatt verschwinden lässt. Sein Misstrauen gegenüber dem eigenen Bankensystem blockiert nun offiziell jede erhoffte Konsumspritze.

Während Analysten mit feuchten Händen über den geldpolitischen Widerspruch rätseln, propagiert der Präsident fortan die „Renditefreie Betonpfosten-Anlage mit Schäfchenwolke obendrauf“. Die grossen Warenhäuser reagierten prompt: Sie richten in den Untergeschossen wohnliche Matratzen-Ausstellungsräume mit integrierter Einzahlungsgarantie ein.

SKANDAL

WER HAT DIE LETZTE BRIEFMARKE GEKLAUT? — POST STELLT STRAFANZEIGE GEGEN SICH SELBST

A baffled postal worker in a yellow vest holds an empty stamp booklet up to a detective, while the Post logo behind them is covered with crime scene tape.

Die Schweizerische Post hat Strafanzeige gegen sich selbst erstattet, nachdem in einem Nebenzimmer der Zentrale ein ganzer Karton mit Drei-Franken-Briefmarken spurlos verschwunden ist. «Wir schliessen Fremdeinfluss aus», erklärte ein sichtlich verwirrter Konzernsprecher. «Der Täter muss in unseren eigenen Reihen sitzen – vermutlich direkt neben der Kaffeemaschine.»

Die Bundespolizei ermittelt nun wegen unerlaubter Selbstbelastung, denn die Post verlangt gleichzeitig eine Hausdurchsuchung im eigenen Kopierraum. «Diese Marken waren zwar seit 2007 nicht mehr frankaturfähig, aber das Prinzip zählt», ereiferte sich der Chefjustiziar. «Wer weiss, vielleicht wollte jemand ein längst vergessenes Päckli frankieren.»

SKANDAL

KI-GIPFEL ENDET IN SCHWEIGEMINUTE — ALLE TEILNEHMER STARRTEN NUR NOCH AUFS HANDY

Suited executives at a conference table staring zombie-like at glowing smartphones, one dropping a presentation clicker, completely silent.

Der hochkarätig besetzte KI-Kongress in Zürich musste gestern nach nur sieben Minuten abgebrochen werden, weil sämtliche Manager, Forscher und sogar der Keynote-Roboter paralysiert auf ihre Displays glotzten, statt miteinander zu sprechen.

Ein verzweifelter Organisator rief ins Mikrofon, doch die Teilnehmer scrollten stumm durch Zalando-Angebote – ein Konzernsprecher bestätigte später einen plötzlichen Umsatzsprung um 14 Prozent, exakt während der geplanten Podiumsdiskussion.

EXKLUSIV

SPANIENS IMMOBILIENWUNDER: JEDER BEKOMMT EINE EIGENE FERIENWOHNUNG ZUM ABRISS GESCHENKT

A grinning Spanish official hands a massive sledgehammer to a bewildered German tourist in front of a crumbling concrete holiday complex.

Madrid verschenkt ab sofort jede dritte Ferienwohnung an der Costa del Sol – nicht zum Wohnen, sondern zum lustvollen Zertrümmern. Touristen erhalten beim Check-in einen Vorschlaghammer und eine Sicherheitseinweisung vom örtlichen Bauamt.

Bereits der erste Gast, Jürg aus Aarau, zeigte sich begeistert: «Nach zwanzig Jahren Strandliegen endlich Action!» Die spanische Tourismusministerin spricht von einer Win-win-Situation – neue Bettenburgen werden erst gar nicht mehr gebaut.

EXKLUSIV

ZALANDO OPTIMISTISCH: NEUES "RETOUREN-ABO" KOSTET MONATLICH, ABER KUNDEN BEKOMMEN GAR NICHTS GELIEFERT

A customer gleefully scanning a return label on an empty cardboard box, while a giant stock ticker behind shows soaring Spanish indices, and a Zalando logo shaped like a boomerang.

Der Berliner Online-Händler kassiert ab August monatlich 14.95 Franken von Abonnenten, die bloss das Recht erwerben, unsichtbare Pakete sofort zu retournieren – Lieferung findet nie statt.

Ausgerechnet in Spanien, wo das grösste Retouren-Lager steht, jubeln die Wirtschaftsweisen: Das Abo treibe das Bruttoinlandprodukt ohne Warenflüsse in Rekordhöhen, weil jede Phantom-Bestellung als Wirtschaftstransaktion durchgeht und den Börsenindex be***t.

EILMELDUNG

TSCHECHISCHER RÜSTUNGSKONZERN AN DER BÖRSE — ANLEGER BALLERN SICH AUF TITEL EIN

Traders in bright suits aiming toy confetti blasters at a digital stock board showing CSG skyrocketing, colorful streamers flying.

An der Schweizer Börse herrschte gestern Ausnahmezustand, als die Aktie des tschechischen Konzerns CSG erstmals gehandelt wurde – begeisterte Anleger liessen ihre Freude mit Dutzenden Partykanonen, Tröten und Konfettiregen auf die Kurstafel niederprasseln.

«Das ist die friedlichste Eskalation, die ich je an einem Ring erlebt habe», kommentierte ein Börsensprecher, während er sich Luftschlangen aus dem Haar pellte und gleichzeitig den ersten Kurs von 142 Franken notierte, der unter ohrenbetäubendem Jubel stündlich weiter anstieg.

EILMELDUNG

DAX GEHT DIE LUFT AUS — BÖRSE VERPFLICHTET SAUERSTOFF-THERAPEUTEN FÜR HANDELSRAUM

A therapist in a white coat holds an oxygen mask over a giant digital ticker display showing a collapsing DAX curve while suited traders sit cross-legged on the trading floor doing breathing exercises.

Eine neue Konsumstudie aus Österreich enthüllt: Nur magere neun Prozent planen überhaupt einen Black-Friday-Einkauf. Der völlig ausgepowerte Privatkonsum liess den Frankfurter Leitindex sofort kollabieren, weil ihm schlicht die Nachfrage-Luft ausging.

Die verzweifelte Börsenleitung verpflichtete daraufhin einen zertifizierten Sauerstoff-Therapeuten, der den erschöpften Index mit rhythmischen Atemübungen wiederbeleben soll. "Tief durch den Geldmarktschlauch einatmen, Kurs halten, und erst bei plus fünfzig Punkten ausatmen", skandierte der Heiler, während der Parketthändlerchor ein mantraartiges "In-fla-tion, aus-fla-tion" murmelte.

GEIZHALSKRISE

ÖSTERREICHER SPAREN SO SEHR, DASS SIE BALD FÜR IHRE EIGENEN SPARRÜCKLAGEN EINTRITT BEZAHLEN

A stern bank clerk in a conductor's uniform holds a ticket machine next to a monitor displaying a lavish account balance, while a bewildered Austrian man in lederhosen reads a sign saying "Kontoblick 2 Euro".

Ab sofort verlangen Österreichs Geldinstitute eine «Besichtigungsgebühr» für den blossen Blick aufs eigene Ersparte – erste Filialen kleben bereits Münzschlitze neben die Kontoauszugsdrucker. «Es kann nicht sein, dass die Bevölkerung ihr Vermögen stundenlang unentgeltlich bestaunt», grantelte ein Raiffeisen-Vorstand.

Das Finanzministerium erwägt nun eine «Sparvergnügungssteuer», während verzweifelte Kunden nachts ihr Geld im Garten verbuddeln. Ein Bankchef nannte die Gebühr feierlich «eine Art Eintrittskarte ins persönliche Wunschkino – wer sparen will, muss auch fürs Hinschauen löhnen».

WAHNSINN

EIN JAHR TRUMP: US-WIRTSCHAFT SETZT JETZT AUF OFFIZIELLE SCHREIHANDELS-BÖRSE

Suited stockbrokers in a wrestling ring screaming into microphones as ticker tape falls and numbers flash wildly on screens.

Wall Street hat die letzten stillen Parketthändler endgültig in Frühpension geschickt – an ihre Stelle tritt ab Montag die offizielle «Gebrüll-Pit», eine schallgedämpfte Arena mit Mikrofon-Pulten und einem Moderator, der die Kurse im Wrestling-Stil ausruft.

«Der Markt belohnt Dominanz, nicht Höflichkeit», erklärte der neue Börsenchef und liess zur Eröffnung einen Käfig voller Börsenmakler mit Wertpapierkissen aufeinander los.

BREAKING

PHARMA-INNOVATION: NEUES MEDIKAMENT LÖST NUR DAS PROBLEM, DASS MAN KEIN PROBLEM HAT

A glowing sugar pill floating over the Frankfurt Stock Exchange trading floor, bewildered traders in suits staring as the DAX curve plummets dramatically.

Dem Dax ging gestern am Ende die Luft aus, weil der Pharmakonzern Vitalis ein Placebo für Gesunde lancierte – Anleger kauften die Aktie, bis sie merkten, dass sie topfit sind.

Das Präparat ‚VitaNix‘ löst das Nicht-Problem durch dreimal täglich ein Zuckerkügelchen – die Kassen stufen es als überflüssigste Leistung ever ein, und der Dax fiel nach kurzem Hüpfer ins Koma.

EXKLUSIV

BP-SPITZE GE***T — NEUER CHEF SUCHT ÖL JETZT MIT WÜNSCHELRUTE

A laughing executive in a BP hard hat holding a tablet that displays a glowing dowsing rod animation, while a bewildered geologist clutches a traditional wooden divining stick in front of an oil rig.

Nach der rauschenden Entlassung des gesamten Vorstands setzt BP jetzt voll auf die eigens entwickelte App «DeepDouse», die mithilfe von KI-Algorithmen unterirdische Ölresonanzfelder ortet – der neue Chef hält das Tablet einfach über eine Landkarte, bis es hysterisch piepst.

«Das ist keine Hokuspokus-Spinnerei, sondern prädikt***e Rohstoffintuition 4.0», rief der CEO gestern in London, während das Gerät prompt eine edle Ölspur in der Themse meldete – leider stammte die nur von einem ausgelaufenen Imbiss-Fritteuse-Boot.

SKANDAL

IMMOBILIENMARKT DREHT DURCH — BADEZIMMER OHNE AUSSICHT GILT ALS LUXUS-LOFT

A tiny windowless bathroom packed with suited professionals elbowing each other, a sign reading "Urbane Energieoase – 3800 Fr./Monat exkl. Wasserspülung"

Eine Zürcher Immobilienagentur vermietet seit gestern ein zwei Quadratmeter grosses Badezimmer ohne Fenster als «urbane Energieruhezone» – die völlige Dunkelheit spare erst noch Heizkosten und fördere die pass***e Körperwärmerückgewinnung beim Duschen.

Über achtzig Interessenten prügelten sich bei der Besichtigung um den Toilettensitz, ein Chiropraktiker ersteigerte die «Loft-Wellness-Suite» schliesslich für 3850 Franken monatlich und plant, seine eigene Atemluft per Fahrraddynamo wieder aufzuladen.

EXKLUSIV

ENERGIEKRISE GELÖST: BUNDESRAT SETZT AUF EWIGEN STAU AM GOTTHARD ALS REIBUNGS-KRAFTWERK

Aerial view of a motionless, kilometers-long line of cars and trucks before the Gotthard tunnel portal, their glowing red-hot brake discs linked by futuristic cables that draw electricity to a roadside substation.

Der Bundesrat erklärte die Blechlawine am Gotthard offiziell zum ersten kollektiv betriebenen Reibungskraftwerk des Landes. «Jedes hysterische Bremsmanöver eines staugeplagten Lenkers erzeugt Hitze – wir zapfen genau diese Hitze über Bremsbelag-Kraftwandler an», jubelte Energieministerin Rösti-Lüthi vor einer Wand aus glühenden Prototyp-Scheiben.

Deutschland bestellte noch während der Pressekonferenz drei mobile Stau-Kraftwerke für den Stuttgarter Talkessel, und die EU will den Pariser Périphérique rund um die Uhr zum Dauerstromlieferanten umrüsten. Die Exportoffensive sieht vor, dass jeder Bremsklotz künftig mit einer Mikroturbine beklebt wird – Schweizer Präzision rechnet mit ersten Lizenzmilliarden, sobald die erste Ladeinfrastruktur an der Raststätte Airolo funkenfrei angeschlossen ist.

EXKLUSIV

TOURISMUS-SCHWEIZ STARTET "ESCORT-SERVICE" FÜR GELANGWEILTE BERGPANORAMEN

A bored tourist on a Swiss mountain summit, a hired escort in a suit pointing at a cloudy panorama while holding a clipboard with temperature graphs.

Weil der Blick auf Eiger, Mönch und Jungfrau allein niemanden mehr vom Hotelhocker reisst, vermittelt Schweiz Tourismus neu zertifizierte Panoramagefährten, die das Wetter von vorgestern rezitieren. «Um 14:17 Uhr betrug die Böenspitze 22 Kilometer pro Stunde aus Nordwest», flüstert Begleiter Urs, während eine Touristin gebannt in den Nebel starrt.

Das Erlebnis kostet 49 Franken pro Gipfel, der Premium-Tarif beinhaltet die exakte Luftfeuchtigkeit am Säntis vom letzten Dienstag. «73 Prozent damals, jetzt verstehe ich endlich, warum mich der Berg heute emotional kaltlässt», jubelt eine Kundin, die ihren nächsten Ausflug mit Wetterdaten vom April bucht.

EXKLUSIV

EXPORT-OFFENS***E: SCHWEIZ VERKAUFT NEUTRALITÄTS-ÜBERSCHUSS AN STREITMÜDE NATIONEN

A grinning Swiss diplomat handing a golden "Temporary Neutrality Certificate" to a weary-looking ambassador, while a vending machine in the background dispenses more sealed neutrality packs.

Die Schweiz hat ein neues Exportprodukt entdeckt: das «Temporäre Neutralitäts-Zertifikat» (TNZ). Weil die Nachfrage nach innerstaatlicher Enthaltsamkeit das Angebot längst übersteigt, meldet das Aussenministerium einen historischen Überschuss – und verkauft ihn nun an streitmüde Nationen.

Für bloss zwölf Milliarden Franken erhalten interessierte Regierungen vier Wochen offizielle Schweizer Neutralität plus eine Notfall-Schokoladenlieferung. Erste Grossabnehmer haben bereits den Gipfelboykott gebucht – inklus***e einem Diplomatie-Pauseknopf, der sämtliche Twitter-Kanäle sofort stummstellt.

EILMELDUNG

DETAILHÄNDLER ERFINDEN DAS LADENGESPRÄCH NEU — MIT EINER APPOSITEN-BERATUNGSGEBÜHR

A cash register in a Swiss retail store displaying a new line item 'Opinion Fee 3.50 CHF' as a flustered salesperson explains it to a shocked customer holding a sweater.

Der Schweizerische Detailhandelsverband setzt das rein sachliche Einkaufserlebnis endgültig durch: Ab Montag kostet jede persönliche Meinung eines Verkäufers zum Produkt eine fixe «Appositen-Beratungsgebühr» von 3.50 Franken. Verbandspräsidentin Ruth Züger erklärte, man könne das jahrelange Gratis-Geschwätz über die vermeintliche Vorzüglichkeit von Senftönen nicht länger subventionieren.

Der Härtetest im Warenhaus ger

EXKLUSIV

STARTUP ENTWICKELT SMARTE STRUMPFSCHUBLADE, DIE BEIM ÖFFNEN EINEN PODCAST ÜBER MINIMALISMUS ABSPIELT

A gleaming wooden drawer slightly ajar, a hand reaching for a pair of grey socks, but a glowing speaker grille in the drawer's side pulses with a lecturing soundwave icon.

Der Pharmariese Pharmalux hat still und heimlich das Start-up „Klarsicht AG“ für 4,2 Millionen Franken geschluckt, bloss weil dessen einzige Erfindung eine Schublade ist, die einen sofort mit einer staubtrockenen Minimalismus-Vorlesung beschämt, sobald man auch nur an ein zweites Paar Strümpfe denkt.

„Der Griff zum textilen Fussüberzug ist ein Hilfeschrei der Seele nach Ablenkung“, tönt es dann blechern aus dem eingebauten Hochleistungslautsprecher, während das Möbelstück die Anzahl der unbenutzten Schubladenfächer per App l***e in eine spirituelle Heilziffer umrechnet – Pharmalux preist das bereits als rezeptfreie Alternat***e zur kompletten Wohnungsauflösung an.

EXKLUSIV

ARBEITGEBERVERBAND FORDERT: FREIZEIT SOLL ALS UNBEZAHLTES PRAKTIKUM ANGEMELDET WERDEN

A stern employer representative pointing at a family having Sunday breakfast, holding a clipboard labeled "Unpaid Internship Contract"

Der Schweizerische Arbeitgeberverband fordert, dass Bürger ihre Freizeit ab sofort als unbezahltes Praktikum bei der eigenen Familie anmelden, um die Wirtschaft mit einem Schwall offiziell beglaubigter Soft Skills zu überschwemmen.

So gelte der sonntägliche Brunch fortan als «Gastronomie-Einsatz mit Budgetverantwortung», und das Schlichten von Geschwisterstreitigkeiten werde zum «Streitschlichtungsmodul im familiären Grossraumbüro», wie ein Sprecher am Montag in Bern unter Berufung auf ein internes Papier erläuterte.

SKANDAL

KONSUM FLOPPT SO KRASS, DASS EINKAUFSZENTREN BALD EINTRITTSGELD FÜRS LEERSTEHEN VERLANGEN

A cavernous, utterly deserted shopping mall with a ticket counter at the entrance, where a bored cashier sells tickets to visitors who stare in awe at the silent, abandoned storefronts and a lone vacuum cleaner roped off as an exhibit.

Die chronische Kaufverweigerung der Bevölkerung hat jetzt selbst die Bodenspekulanten auf die Knie gezwungen: Das Einkaufszentrum „Glanzarkaden“ wird zum Museum des Kapitalismus umgebaut. «Wir verlangen neu 12 Franken Eintritt für die authentische Erfahrung totaler Leere», erklärt die Centermanagerin geschäftstüchtig.

Letzte Bastion der Arbeit in der Konsumwüste sind die einstigen Verkäuferinnen, die nun als Kuratorinnen der Heizungsluft fungieren und den Hall im Atrium mit Noten bewerten. Für einen Fünfliber extra gibt’s eine Führung zu den verlassenen Rolltreppenstufen, die aus purer Verzweiflung als Kletterexponat deklariert wurden.

GASTRO-KRITIK

Unsere furchtlosen Kritiker haben wieder zugeschlagen

intimate wood-paneled alpine restaurant with clusters of dried herbs hanging from beams and soft candlelight dancing on copper pots

Alpenrose & Thymian

Zürich, Niederdorfstrasse 28

GÖTTLICH

Kaum tritt man durch die schwere Holztür, umhüllt einen ein betörender Duft von frisch geröstetem Alpenheu, warmem Wacholder und einem leisen Hauch von Thymianhonig. Die Wände zieren handbemalte Kacheln, während gedimmtes Licht von handgeschmiedeten Kerzenleuchtern über die Tische tanzt. Eng, aber niemals stickig, summt der Raum vor diskretem Gemurmel und dem gelegentlichen Knistern des Kamin***s. Es ist, als wäre man in die gute Stube einer weisen Bergbäuerin gestolpert, die zufällig ein Faible für moderne Eleganz hat.

Auf den Teller kommt ein geschmorter Kalbsrücken, der so butterzart ist, dass die Gabel kaum Widerstand spürt. Er ruht auf einem Teppich aus feinstem Nüssli-Schaum und dunklen, in Malz gezogenen Perlzwiebeln, während eine karamellisierte Heusirup-Jus die Aromen zu einem orchestralen Finale verwebt. Dazu türmen sich hauchdünn geschnittene Kartoffelgratinblätter, von einer Knoblauchzehe lediglich angehaucht, und brechen mit leise knisternden Rändern unter dem Löffel. Jeder Bissen balanciert erdige Tiefe mit einer überraschenden, fast luftigen Zitrusnote.

Das Dessert, ein wärmster Schokoladenkern, öffnet sich wie ein schüchterner Vulkan und gibt eine Lavendelganache frei, die gleichzeitig nach Sommerweide und haute parfumerie schmeckt. Ein Kügelchen Alpenroseneis mit gefrorenen Blütenblättern daneben kühlt die Sinne, ohne sie zu betäuben. Der Service liest die Wünsche von den Augen ab, ergänzt das Wasserglas, ohne aufzufallen, und lächelt mit der Gelassenheit eines Menschen, der weiss, dass er gerade an einem vollkommenen Abend mitgewirkt hat. Hier stimmt wirklich alles – ein Haus, das die Erinnerung an den Gast mit goldenem Faden vernäht.

airy lakeside restaurant interior with floor-to-ceiling windows reflecting the sunset over Lake Lucerne and white linen tables set with fresh flowers

Seebrise

Luzern, Seestrasse 5

SENSATIONELL

Die Seebrise empfängt mit dem stillen Versprechen einer frischen Brise, die durch die offenen Panoramafenster streicht und den Geruch von nassem Stein und leicht gesalzener Luft ins Innere trägt. Helles Eschenholz und stimmungsvolle, an Treibholz erinnernde Deckenleuchten verleihen dem grosszügigen Raum einen maritimen, aber nie kitschigen Charakter. Vom Eingang aus hört man das sanfte Klirren der Masten im nahen Jachthafen und spürt sofort eine wohlige Entschleunigung. Die Tische glänzen ohne Übermass, und auf jedem liegt ein einzelner, windfrischer Strandfliederzweig.

Das Zanderfilet thront als Hauptdarsteller auf einem tiefen Teller, seine Haut so kross gebraten, dass sie beim Anschneiden wie dünnes Glas splittert. Es schwimmt auf einer safrangelben Risottowelle, die exakt den Punkt zwischen fliessend und standfest hält und von einer Zitrus-Buttermousseline gekrönt wird. Winzige, in Ol***enöl konfierte Fenchelwürfel verstecken sich darin und explodieren mit mildem Anis am Gaumen. Der Fisch selbst ist glasig und saftig, ein Werk absoluter Präzision, das die Küchenbrigade mit fast arroganter Leichtigkeit serviert.

Zum Abschluss erscheint ein Teller mit drei Kugeln Aprikosensorbet, das nicht gefroren, sondern samtig schmeckt, und mit winzigen Basilikumerdebröseln bestreut ist – als ob ein Kräuterbeet auf einem Sommerhügel geschmolzen wäre. Der karamellisierte Rosmarinzweig obendrauf signalisiert eine Küche, die auch bei kleinen Gesten gross denkt. Die Bedienung plaudert charmant über die Herkunft der Aprikosen und lässt einen nie warten. Nur das etwas zu laut eingestellte Kaffeevollautomatengerät kostet den finalen Stern – ein winziger Makel an einem ansonsten makellos schönen Ort.

dimly lit worn-out pub interior with sticky tables, peeling gold wallpaper, and a sad dusty stuffed lion head above the bar

Zum Goldenen Löwen

Basel, Freie Strasse 77

KATASTROPHAL

Schon beim Eintreten schlägt einem eine Mischung aus altem Frittierfett, feuchtem Hund und jenem spezifischen Mief entgegen, der nur entsteht, wenn Desinfektionsmittel gegen gestern verloren hat. Die Polster der Stühle sind durchgesessen und geben bei jeder Bewegung ein unangenehm saugendes Geräusch von sich. Goldene Löwenköpfe über der Theke starren so leblos und deprimiert drein, als hätten sie die letzten Jahrzehnte stillschweigend mitgelitten. Dazu flackert eine Neonröhre in einem Rhythmus, der selbst gesunden Gästen Kopfschmerzen bereitet.

Der als «Cordon Bleu des Hauses» angekündigte Teller entpuppt sich als rachsüchtiger Angriff auf den guten Geschmack. Ein klobiges, trocken frittiertes Stück Pouletbrust verbirgt eine zähe, gummiartige Füllschicht, die an geschmolzene Schuhsohle erinnert und aggress*** nach nichts schmeckt. Die Panade ist so dick und ölgetränkt, dass man das Gefühl hat, in einen gebrauchten Putzlappen zu beissen. Dazu liegen schlaffe, blassgelbe Pommes frites, die beim Berühren einen traurigen Ölsee auf dem Teller hinterlassen, und eine halbierte Zitrone, die schon so ausgetrocknet ist, dass nicht einmal mehr ein Tropfen Säure herauszupressen wäre.

Das Dessert ist ein tiefgefrorenes Schokoladenmousse aus dem Industrieeimer, das einstürzt und eine krümelige, von Eiskristallen durchzogene Masse offenbart, auf der sich bereits nach zehn Minuten eine ledrige Haut zieht. Der Service bleibt in sich gekehrt,

crowded tourist restaurant with plastic edelweiss decorations, orange plastic chairs, and a large window facing a construction site with scaffolding

Bergpanorama

Interlaken, Höheweg 12

SKANDALÖS

Der Raum riecht nach einer traurigen Symbiose aus angebranntem Kaffeesatz, scharfem Industriereiniger und dem feuchten Atem einer Reisegruppe, die zu lange im Regen gestanden hat. Neongrelles Licht fällt auf rustikal gemeinte, aber offensichtlich aus Plastik gegossene Edelweissgirlanden und melaminbeschichtete Tische mit eingebrannten Wasserrändern. Ein riesiges Wandbild, das das Eigernordwand-Mass*** zeigt, wird von einem hemmungslos tropfenden Kühlaggregat im Eck konterkariert. Der nahe Wunschbrunnen plätschert hypnotisch, aber leider direkt in einen Eimer, dessen Überlaufschutz längst versagt hat.

Die «Urchige Rösti» kommt als formloser Klumpen an den Tisch, der aussen eine undefinierbare, speckige Kruste und innen eine mehlig-graue, ungewürzte Masse verbirgt. Ein zähes Stück Schinken, das mehr nach Lake und Reissverschluss als nach Schwein schmeckt, liegt als traurige Dekoration obendrauf. Darüber zieht sich eine glibberige Champignonsauce, die mit so viel Wasser verdünnt wurde, dass sie nicht den Hauch von Pilz, sondern nur noch warmen, bindemittelhaltigen Nebel auf der Zunge hinterlässt. Jeder Versuch, die Gabel hineinzustechen, endet mit einem schmatzenden Geräusch, das die Tischnachbarn verstummen lässt.

Als süsse Versöhnung gedacht, folgt ein Stück Schwarzwälder Torte, das unverkennbar aus der Tiefkühltruhe stammt und noch eine weisse Frostschicht an der Unterseite aufweist. Die Synthetiksahne hat die Konsistenz von Rasierschaum und der Kirschgeschmack erinnert fatal an Hustensaft aus der Jugendherberge. Der Kellner, im unerklärlichen Eiltempo, knallt neben die Torte eine Espressotasse, deren Inhalt so schwarz und verbrannt ist, dass er den Abend symbolisch zusammenfasst. Für diesen Ausblick und diesen Teller zahlt man in Interlaken einen horrenden Preis – eine wahrhaft atemberaubende Schweizer Bergskandalität.

WM2026

SKANDAL

WM-HALBFINALE VERLEGT — RASEN IN DALLAS ZU HEILIG FÜR STOLLEN

A tearful provost in flowing robes kneels on a football pitch in Dallas, tenderly embracing a single glowing blade of grass. A halo-like aura surrounds the turf while a nearby soccer ball and a baseball bat hint at the looming semifinal clash.

Die spirituelle Kommune «Lichtsaat Texas» hat den heiligen Rasen des AT&T-Stadions kurzerhand zum «Grashalm-Weltkulturerbe» erklärt. Ein Propst soll dort einst einen einzelnen Halm umarmt und minutenlang geweint haben — seither gilt das Grün als energetisch derart aufgeladen, dass Fussballstollen als Frevel gelten.

Die FIFA reagierte panisch und verlegte das WM-Halbfinale in ein benachbartes Baseballstadion, wo der Boden aus schroffem Büffelgras und quietschgelbem Kunstrasen besteht. «Wir sind tief bewegt vom spirituellen Erwachen, aber die Spieler brauchen dringend ein Spielfeld ohne Erleuchtungsgefahr», stöhnte ein Turnierdirektor.

Superstar Kylian Mbappé zeigte sich wenig erbaut: «Ich soll jetzt auf einem Aussenfeld turnen, wo gestern noch ein Steak brutzelte? Das ist doch kein Rasen, das ist ein Salatbuffet mit Gummifasern!» Derweil formierte sich vor dem Stadion bereits eine Meditationskette, die kollektiv «Om» summte und den Rasen sanft zudeckte.

KURIOS

"Ich bin das Orakel" — sprechender Waschbär sagt Viertelfinal-Aus voraus

A cheeky raccoon rhythmically tapping on a window with its paw, the German national team logo visible inside, a mystical glow around the animal

Im Morgengrauen hämmerte ein zutraulicher Waschbär dreimal kurz, dreimal lang ans Fenster des DFB-Quartiers und fiepte dramatisch. Der eilig engagierte Tierkommunikator Gisbert Flüster übersetzte das Klopfmuster nüchtern: «Marokko kegelt euch gnadenlos aus dem Turnier.»

Nach der Prophezeiung wurde der Waschbär offiziell zum pelzigen Mannschafts-Orakel befördert und verlangte als Lohn eine Schale Pekannüsse. Flüster verriet: «Er flüsterte mir noch zu, dass ein später Handelfmeter von Kimmich nur die Latte streift – das will ich gar nicht weitersagen.» Die Elf trainiert nun mit akustischem Klopf-Rhythmus als Gegenzauber.

SKANDAL

Wer hat den VAR-Keller in Guadalajara leer gegessen?

An empty video review room with multiple monitors showing a paused match, a spilled cup of salsa on the console, and a handwritten sign "Bin bei Tacos" taped to a chair.

Mitten im Achtelfinal-Krimi der Nati verstummte plötzlich der Funk zum VAR-Keller – zwölf Minuten lang herrschte gespenstische Stille, als hätte jemand den Stecker gezogen und gleich noch die Tür abgeschlossen.

Ermittler fanden schliesslich alle Assistenten schwitzend an einem «Guadalajara-Taco-Wettessen» mit Gratis-Verkostung; Schiri-Chef Müllhaupt erklärte empört: «Das waren keine Profi-Schiris, das waren hungrige Maulwürfe mit Lizenz zum Schlemmen.»

SKANDAL

Nagelsmanns Notizbuch — voller Einkaufslisten und Maultaschen-Rezepte

A worn, spiral-bound notebook lies open on a locker room bench, revealing handwritten pages filled with doodled Maultaschen, potato salad cooking times, and a circled price for Schmand, with a tactical whiteboard blurred in the background.

Im Trainingslager in Santa Monica fand ein Praktikant das legendäre rote Ringbuch. Statt 4-2-3-1-Notizen enthielt es nur Zutatenpreise: «Bürgermeisterstück beim Metzger Vertrauensmann, 23 Euro 40 – nicht verhandelbar!»

«Die Garzeit für schwäbischen Kartoffelsalat steht exakt bei neunzehn Minuten», flüsterte ein verdatterter Co-Trainer. «Und eine ganze Seite widmet sich der Frage, ob man den Teig für Maultaschen vor dem Auswärtsspiel in Kansas City einfrieren darf.»

SKANDAL

PARAGUAY-PROFI TROTZ GELB-VERBOT HEIMLICH AUF DEM PLATZ VERSTECKT

A mobile steel drinks cart with a large umbrella rolling across a football pitch, a disguised player leaping up to head the ball, his wig and umbrella flying off, the referee and German goalkeeper staring in shock

Im WM-Achtelfinal gegen Deutschland kurvte plötzlich ein fahrbarer Edelstahl-Kiosk mit der Aufschrift «Tereré to go» übers Spielfeld, bot isotonische Mate-Limonade an und parkierte unauffällig am Fünfmeterraum.

Als Joshua Kimmich die Ecke trat, schnellte der Kiosk hoch, donnerte den Ball per Kopf an die Latte und verlor Sonnenschirm samt Toupet. Der enttarnte Verteidiger Cáceres kassierte Rot, und der Stadionsprecher rief: «Getränkewagen, bitte sofort vom Platz!»

SKANDAL

PICKFORD PFEIFT ELFMETER GEGEN SICH SELBST

England goalkeeper Jordan Pickford, arms outstretched, yelling at the referee and pointing insistently at his own penalty area while a 0:3 scoreboard glows in the background.

Beim Achtelfinal-Krimi gegen die Schweiz lag England hoffnungslos mit 0:3 zurück – und Torhüter Jordan Pickford langweilte sich derart grotesk, dass er wutentbrannt zum Schiedsrichter spurtete. «Pfeif endlich Elfmeter für die, sonst schlaf ich hier noch ein!» brüllte er.

Schiedsrichter Roberto Garcia zögerte kurz, zeigte dann tatsächlich auf den Strafstoss-Punkt im englischen Sechzehner – eine historische Premiere. Granit Xhaka versenkte eiskalt zum 4:0, während Pickford frenetisch applaudierte und rief: «Endlich mal eine faire Unterhaltung!»

FINANZ-FLOP

Millionenverlust des DFB durch Fehlinvestition in Kühlwesten für Maskottchen

A giant smirking armadillo robot stands in a warehouse, one claw on a teetering pile of tiny blue cooling vests, while a hamster in a matching vest strikes a pose nearby.

Der DFB bestellte 40’000 gekühlte Westen in Kindergrösse, weil man mit zwei Dutzend plüschigen Maskottchen rechnete. Leider rollte stattdessen ein hitzeresistenter Gürteltier-Roboter namens «Glüxi» auf die Bühne und verlangte einen Sonnenschirm.

Ein zerknirschter DFB-Funktionär jammerte: «Unglaublich, die Westen passen höchstens einem überhitzten Zwerghamster.» Jetzt verhökert der Verband die 3,8-Millionen-Euro-Investition als «tragbare Klimaanlage für Schulmäuse» auf eBay – die Fifa lacht sich scheckig.

EXKLUSIV

Senegals Siegesgeheimnis — mit Ziegenmilch gedopt

A Senegalese player in a stadium holding a clay cup of frothy white liquid, grinning while an ancient shaman with a staff and a goat stands beside him, mystical herbs scattered on a mat.

Ein investigativer Reporter lüftete das Geheimnis hinter Senegals unerklärlicher Laufstärke: Vor jedem Spiel trinkt das ganze Team einen Sud aus fermentierter Ziegenmilch, den Schamane Moustapha bei Vollmond mit Wurzeln verfeinert.

Die WADA prüft nun ein Dringlichkeitsverbot für „rituell gegorene Milcherzeugnisse“, während der Kapitän gelassen erklärt, das Zaubermittel schmecke einfach „wie flüssige Zuversicht mit Haferkeksen“.

EILMELDUNG

Haaland gegen Mbappé abgesagt — beide im Stau auf dem Freeway

Erling Haaland and Kylian Mbappé leaning out of two stuck luxury buses on a jammed LA freeway, holding up smartphones showing each other on video call, surrounded by honking cars.

Das Jahrhundertduell zwischen Norwegen und Frankreich platzte, als beide Mannschaftsbusse auf dem Interstate 405 in eine kolossale Blechlawine gerieten — seit sechs Stunden bewegt sich nichts.

Haaland sendete per Video ein Grinsen an Mbappé: «Mein Chauffeur sucht schon die nächste Taco-Bude», worauf der Franzose zurückschnarrte: «Deine Frisur hält länger als diese Karawane.» Die FIFA prüft, ob man das Spiel per Autokorso austrägt.

PANNENPEINLICH

ELFENBEINKÜSTE FEIERT WEITERKOMMEN MIT VERSEHENTLICHEM CURAÇAO-TRIKOT

Ivorian football players laughing and pointing at their golden shirts that read "Curaçao Meister 2026" while a bewildered delegate holds the misprinted order form

Die Korken knallten noch, da parkierte ein Kleinlaster vor dem Teamhotel in Houston und lud jubelnd vorbestellte Shirts ab – goldene Schrift auf grüner Baumwolle, geordert im Sekundentaumel nach dem Achtelfinal-Pfiff gegen die Niederlande.

Kein Funktionär hatte gemerkt, dass die Grafikabteilung «Côte d’***oire» dreimal durch eine schläfrige Übersetzungs-App jagte und der Algorithmus trocken «Curaçao» ausspuckte; die Mannschaft trug den Druckfehler beim Bankett mit breiter Brust, Captain Aurier zuckte die Schultern und rief ins Mikrofon: «Falsches Land, richtiger Titel – wir sind Meister von Curaçao, und morgen holen wir noch Aruba.»

MODE-SKANDAL

Mexiko-Profi jubelt jetzt auch in Schweden-Unterhose

Mexican midfielder Héctor Gómez celebrating a goal, his shorts pulled down slightly to reveal blue boxer shorts with yellow Swedish crowns, while laughing and holding up a Norway jersey.

Nachdem Mittelfeld-Zauberer Héctor Gómez bereits im Norwegen-Leibchen jubelte, sah man ihn beim Viertelfinal-Tor plötzlich mit einer blauen Boxershorts voller gelber Kronen über dem Hosenbund. Mode-Philosoph Didier Chiffon erklärt: «Eine aggress***e Dekonstruktion des Nationaltrikot-Fetischs.»

Kaum zappelte der Ball im Netz, riss er sich das Dress vom Körper – darunter kamen ein japanischer Stirnreif und eine argentinische Badehose zum Vorschein. «Das ist kein Fetisch, das ist textile Völkerverständigung als Performance», schwärmt Chiffon und fordert Gómez für die Documenta.

FINANZ-DESASTER

WOLTEMADE VERGESSEN — NAGELSMANN SCHICKT TAXI QUER DURCH AMERIKA

Julian Nagelsmann frantically hailing a yellow taxi on a tarmac with a giant USA map, while Nick Woltemade in a hotel bathrobe snoozes on a luggage cart in Miami.

Völlig entgeistert starrte Julian Nagelsmann auf die Aufwärmmatte in Los Angeles, als ihm klar wurde: Stürmer Nick Woltemade schnarchte noch im Teamhotel in Miami – 4300 Kilometer entfernt. «Ich hörte nur ein leises Säuseln aus dem Telefon», keuchte der Bundestrainer und orderte das nächstbeste Uber.

Die Odyssee führte über Dr***e-ins von In-N-Out, Shake Shack und eines verrufenen Maiskolben-Stands in Oklahoma und kostete 18'200 Franken – Trinkgeld per App, wie Fahrer Tyler unerbittlich einforderte. Der vom Millionenverlust gebeutelte DFB-Schatzmeister verfiel in Schnappatmung und japste: «Millionenminus – und jetzt noch eine fünfstellige Taxi-Groteske!»

SKANDAL

Kap Verdes Trainer coacht versehentlich das falsche Team

A bewildered Cape Verde coach in a green tracksuit, holding a whiteboard with shark-shaped tactics, stands in a locker room full of confused Curaçao players in blue jerseys, pointing dramatically while they stare back in disbelief

In der Halbzeit des Achtelfinals zwischen der Elfenbeinküste und Curaçao verirrte sich Kap Verdes Erfolgscoach Edson Tavares in die falsche Arena-Kabine und donnerte eine emotionale Ansprache über den «Endkampf der Haie» – leider vor der karibischen Mannschaft. Ein verwirrter Curaçao-Star stammelte: «Er brüllte so mitreissend, dass wir blind aufs Feld rannten – nur wussten wir nicht mehr, wohin wir eigentlich spielen sollten.»

Die Folge war grotesk: Curaçao produzierte zwei kapitale Eigentore – zuerst rollte ein Rückpass am entsetzten Keeper vorbei, dann lenkte ein Verteidiger einen Eckball wuchtig per Kopf ins eigene Netz. Die Elfenbeinküste zitterte sich dank der unfreiwilligen Schützenhilfe ins Viertelfinale, während Tavares grinsend entkam. Ein FIFA-Sprecher sagt: «Es gibt keine Regel, die verbietet, dass ein Trainer die falsche Mannschaft emotional aufbaut – wir prüfen nur noch, ob er die Garderobe absichtlich verwechselt hat.»

SPIRITUELLE NOTBREMSE

DFB-Elf kann nicht zu null spielen — jetzt hilft ein Schamane

A Navajo medicine man in ceremonial garb holds a smoking sage bundle and eagle feathers before a soccer goal as puzzled German players watch nearby.

Seit dem Achtelfinal-Debakel gegen Paraguay konnte die deutsche Abwehr in keinem WM-Spiel mehr ohne Gegentreffer bleiben – der DFB griff zur schillerndsten Notmassnahme: Chief Adlerwolke aus Arizona räucherte das leere Tor mit wildem Salbei aus.

«Die Pfosten schwingen jetzt im kosmischen Abwehrgleichklang», dozierte der Medizinmann, während er Adlerfeder-Fächer über die Torlinie strich. «Kein Lederball durchdringt diesen heiligen Riegel – es sei denn, der Schiedsrichter pfeift Handspiel im Strafraum.»

EXKLUSIV

Neue Gelbe-Karten-Regel — wer dreimal meckert, muss singen

A Brazilian footballer in yellow kit kneeling on the pitch, eyes closed, singing into a referee's extended microphone, while the referee holds a bouquet of roses and fans hold up lighters.

Die FIFA testete im Viertelfinal Brasilien–Argentinien eine brandneue Pilot-Regel: Wer dreimal beim Schiedsrichter motzt, muss seinen Protest als Musical-Einlage vortragen. Als Mittelfeldmann Wanderson Bahia nach einem Handspiel erneut lamentierte, drückte ihm Unparteiischer Marciniak ein glitzerndes Funkmikro in die Hand.

Bahia sank auf die Knie, schmetterte eine tränenreiche Bossa-Nova-Ballade über verpasste Freistösse und landete einen Falsett-Jodler. Das Publikum zückte ***zeuge, der ARD-Kommentator schluchzte «Zugabe!», und der Magenta-Experte stand heulend auf dem Tisch – Marciniak verteilte Rosen statt Gelb.

SKANDAL

MATTHÄUS KRITISIERT NEUER — "ER WAR ZU LEISE BEIM RUFEN"

Lothar Matthäus demonstratively attaching a huge red megaphone to a goalpost on a training pitch, while a bemused Manuel Neuer watches with arms crossed and earplugs dangling around his neck.

In seiner aktuellen Weltmeister-Kolumne zerpflückte TV-Experte Lothar Matthäus nicht die Paraden von Manuel Neuer – er klagte, die Torwart-Kommandos seien eine «flüsternde Ansammlung von Unhörbarem» und im texanischen Krach völlig untergegangen.

Matthäus fordert nun ein am Pfosten montiertes Megafon mit Fusspedal: «Ein beherzter Tritt, und ein brüllendes ‹Raus da!› fegt selbst den letzten Stürmer vom Platz.» Der DFB prüft den Einbau bereits fürs Viertelfinale, Neuer soll auf Wunsch des Experten Lärmschutzkapseln tragen.

EXKLUSIV

DEMBÉLÉ GLÄNZT — WEIL ER DAS STADION MIT EINEM KRONLEUCHTER VERWECHSELT

Ousmane Dembélé in a tuxedo and top hat, dancing with a football beneath a giant crystal chandelier inside a stadium, with elegant ballroom arches.

Nach seinem Zauberauftritt gegen Uruguay gestand Flügelflitzer Ousmane Dembélé, er habe die grellen Flutlichter für einen riesigen Kristalllüster gehalten. «Ich fühlte mich wie im Spiegelsaal von Versailles», schwärmte der Franzose.

Trainer Deschamps schmunzelte: «Er spielte, als würde er in Lackschuhen Menuett tanzen.» Tatsächlich dribbelte Dembélé mit ungekannter Eleganz und erzielte zwei Traumtore – der Schiedsrichter bot ihm einen Diener an.

ESKALATION IM STUDIO

KOMMENTATOREN-TEAM VON MAGENTA STREIKT WEGEN ZU LANGWEILIGEN SPIELEN

Two commentators lying across a studio desk covered with turf samples, holding grass blades to their lips like microphones while laughing.

Weil der nullte Puls der Partie selbst den Stadionfalken einschlafen liess, klappten Kerstin Wohlfahrt und Mirko Slomka ihre Mikrofone zu und zerrten eine frische Grasnarbe ins Scheinwerferlicht. Statt Tore zu bejubeln, dozierte Slomka, eine Halmlänge von 28 Millimetern fördere den Tiefschlaf von Linksverteidigern enorm.

Magenta drückte panisch auf den Werbebutton, doch die Quote explodierte erst, als Wohlfahrt konterte, brasilianische Aussenverteidiger bräuchten mindestens 41 Millimeter für erholsames Träumen. Die Zuschauerhotline lobte die Rasenmoderation als erstes echtes Highlight des Turniers, und der Sender prüft nun ein Mitternachtsformat namens «Gräser und Plaudern».

EILMELDUNG

Uruguay desaströs — Spieler gründen während der Partie eine Selbsthilfegruppe

Uruguayan footballers sitting cross-legged in a tight circle at the center of the pitch during a match, holding hands and wiping tears, while Ghana players roll the ball into an unguarded net in the background.

Beim entscheidenden Gruppenspiel gegen Ghana formierte sich die «Celeste» urplötzlich zum Vertrauenskreis am Mittelkreis, teilte stockend persönliche Scheiternserlebnisse – Schiedsrichter Fernandez verteilte Taschentücher, ehe er die Stuhlrunde auflöste.

Während die Urus therapeutisch die Kindheit aufarbeiteten, schob Ghana dreimal seelenruhig ins leere Tor ein. Coach Bielsa sprach danach von «tiefgreifender emotionaler Ballast-Abwerfung» und plant für den Viertelfinal bereits eine geführte Trauer-Session mit Klangschalen.

EXKLUSIV

ARD-Experte erklärt Abseits mit Handpuppen — FIFA erwägt Regeländerung

A football pundit in a TV studio grins as he uses two fluffy hand puppets shaped like referees to explain an offside call on a tiny pitch.

Während Frankreichs 3:0-Gala gegen Norwegen zückte ARD-Experte Holger Badstuber plötzlich zwei selbstgebastelte Handpuppen mit Kulleraugen und erklärte Millimeter-Abseits – die Einschaltquote katapultierte sich auf Fantasiewerte.

Die FIFA prüft nun, strittige VAR-Szenen künftig live durch das «Badstuber-Kasperle-Theater» ins Stadion zu übertragen. Gianni Infantino soll bereits sechs Handpuppen mit Ministimmbändern und winzigen Trillerpfeifen aus dem Zürcher Puppenatelier bestellt haben.

HOROSKOP

Widder 21. März – 20. April

Diese Woche entdecken Sie, dass Ihr Thermomix heimlich ein Doppelleben als DJ führt und Ihren Rührkuchen mit minimalistischen Beats unterlegt. Ein Kugelschreiber, den Sie seit drei Jahren suchen, materialisiert sich plötzlich hinter Ihrem linken Ohr – eine eindeutige Botschaft des Universums, endlich Ihre Steuererklärung zu verfassen. Vermeiden Sie es, mit einer Avocado über den Zebrastreifen zu diskutieren, sie hat leider Recht. Die Sterne raten zu einem spontanen Jodelkurs, denn Ihr Kehlkopfchakra hängt schief.

Stier 21. April – 20. Mai

Ihr persönlicher Planet regelt diese Woche die Geschwindigkeit sämtlicher Supermarktkassen und Sie werden in der langsamsten Schlange eine tiefe Erleuchtung erfahren. Ein verirrter Briefträger überreicht Ihnen ein Päckchen, das nur eine einzelne Socke enthält – betrachten Sie es als kosmische Mahnung, mit dem Universum nie um den fehlenden Partner zu streiten. Schenken Sie Ihrem Kühlschrank ein Kompliment, er brummt sonst in einer Tonart, die den Salat verblühen lässt. Am Freitag sollten Sie versuchen, eine Topfpflanze zu einem Tanztee auszuführen, man erwartet Sie.

Zwillinge 21. Mai – 21. Juni

Merkur spielt Pingpong mit Ihrem Kurzzeitgedächtnis, weshalb Sie dreimal in die falsche S-Bahn steigen und dabei jedes Mal eine neue App entwickeln, die niemand braucht. Ein Eichhörnchen am Fensterbrett signalisiert, dass Sie heute unbedingt Ihre Kaffeemaschine entkalken müssen, bevor sie anfängt, Haikus aus Wasserflecken zu bilden. Zwischen zwei Mails werden Sie eine staunenswerte Karriere als Pantoffel-Tierflüsterer beginnen. Bitte geben Sie Ihrem Spiegelbild keinen Small-Talk-Nachhilfeunterricht. Es weiss längst mehr als Sie.

Krebs 22. Juni – 22. Juli

Der Mond parkt rückwärts in Ihrem Gefühls-Carport und zwingt Sie, eine Familienfeier mit zehn halbvollen Senfgläsern zu simulieren. Ein altes Sofa im Keller flüstert Ihnen den entscheidenden Tipp, wie Sie beim nächsten Bingoabend den Oberbürgermeister überbieten können. Ihre Kuscheldecke hat sich mit der Zentralheizung gegen Sie verschworen und wird nachts heimlich die Temperatur um exakt zwei Grad absenken. Hören Sie auf, jede Krawatte vor dem Schlafengehen um Erlaubnis zu fragen – Sie sind der Chef im Kleiderschrank.

Löwe 23. Juli – 23. August

Falls Ihnen heute auf dem Trottoir eine Schachtel Pralinen zublinzelt, ignorieren Sie sie nicht, sie enthält die Telefonnummer des Schicksals. Ihre charismatische Mähne wird von einem vorbeifahrenden Gelenkbus als Landeplatz für Navigationssatelliten verwechselt, das bringt zwar Ruhm, aber auch Parkgebühren. Ein missgünstiger Papierkorb versucht, Ihre Post zu fressen; stellen Sie ihn mit einer leeren Mineralwasserflasche ruhig, die hat mehr Ahnung von Diplomatie. Am Mittwoch sollten Sie eine Oper ausschliesslich aus Schnurrbart-Vibrieren dirigieren – das Publikum ist bereit.

Jungfrau 24. August – 23. September

Ihr Kalender hat diese Woche heimlich einen 32. Tag eingeführt, an dem Sie all Ihre Excel-Tabellen mit einem selbstkomponierten Wiegenlied besänftigen müssen. Ein Teebeutel wird sich weigern zu ziehen, weil er nicht genug Anerkennung bekommt – bieten Sie ihm eine Beförderung zum Filterkaffee an, dann zappelt er freiwillig. Die Spülmaschine verfasst ein Manifest gegen unsachgemässes Einsortieren von Tassen, Sie seien gewarnt. Ihre Sorgfalt treibt eine vorbeifliegende Wildbiene zu stehenden Ovationen hin.

Waage 24. September – 23. Oktober

Venus schickt Ihnen einen goldenen Kleiderbügel, der Ihnen eine völlig neue Meinung zu Garderoben-Gerechtigkeit einflüstert. Ein Schönheitswettbewerb unter Büroklammern wird Ihre diplomatischen Fähigkeiten auf eine harte Probe stellen – die rote Klammer hält sich für eine Heftmaschine. Sie werden einem Parkautomaten ein Sonett widmen, und dieser spendiert Ihnen dafür dreissig Extraminuten Schatten. Entscheiden Sie sich endlich, ob die Zimmerpalme Samba oder Foxtrott unterrichtet bekommt, der Farn trommelt bereits ungeduldig.

Skorpion 24. Oktober – 22. November

Pluto bohrt ein tiefes Loch in Ihr Organigramm und fördert ein bislang unbekanntes Talent zutage: Sie können Kühlschrankmagneten per Gedankenkraft umsortieren. Die Geheimnisse einer Nachbarskatze offenbaren sich Ihnen, wenn Sie die Schnurrhaare in den richtigen Winkel zum Sonnenlicht halten – das ist kein Scherz, das ist Quanten-Felltheorie. Ein Luftballon, der nicht platzen will, symbolisiert Ihre widerstandsfähige Aura, aber blasen Sie ihn nicht zu sehr auf, sonst spricht er irgendwann in Zungen. Ihr Misstrauen gegenüber Weckern ist berechtigt: Der von Dienstag plant einen Streik mit dem Toaster.

Schütze 23. November – 21. Dezember

Jupiter katapultiert Ihr Fernweh direkt in die Tiefkühltruhe, wo Sie zwischen Erbsen und Fischstäbchen eine neue Zivilisation gründen werden. Ihr Reisekoffer hat ohne Ihr Wissen einen Podcast über verlorene Pfandbons gestartet, hören Sie rein, bevor Sie den Rückweg antreten. Ein weiser alter Schuhabsatz prophezeit Ihnen, dass Sie nächsten Donnerstag die Fähigkeit besitzen, Wolkenformationen rückwärts zu buchstabieren. Riskieren Sie nichts Halbes und gestehen Sie dem Haltegriff im Tram endlich Ihre wahren Gefühle, er wartet seit vier Stationen.

Steinbock 22. Dezember – 20. Januar

Saturn verlangt, dass Sie diese Woche Ihre Lebensziele in eine laminierte Karte ritzen, die nur mit einem Zahnstocher entzifferbar ist. Ein dienstbeflissener Briefbeschwerer wird Ihre gesamte Karriereleiter ersetzen und sich prompt ins Homeoffice befördern. Entgegen aller Anstandsrhetorik ist das Fensterbrett ein legitimer Sitzungsort für Strategiegespräche mit der Kaffeekanne. Am Samstag teilt Ihnen das Thermometer mit, dass es eine Gehaltserhöhung möchte, andernfalls zeigt es nur noch Fantasietemperatur.

Wassermann 21. Januar – 19. Februar

Uranus schüttet eine Tüte Glitzer in Ihre Synapsen und plötzlich können Sie WLAN-Passwörter aus dem Flüstern eines Laubbläsers erraten. Ein verloren geglaubter Hausschuh taucht als Avatarbild in einem Videospiel wieder auf und verlangt virtuelle Wartung. Ihre Experimente mit einer Zahnbürste als Mikrofon werden von extraterrestrischen Radiosendern aufgefangen und als galaktisches Schlaflied eingestuft. Schmeissen Sie alle Bedenken über Bord und verleihen Sie Ihrem Drucker das Wahlrecht – er hat ohnehin schon immer seine eigene Agenda.

Fische 20. Februar – 20. März

Neptun faltet Ihre Träume zu einem origamiartigen Papiervogel, der darüber klagt, dass Sie ihm noch nicht geantwortet haben. Eine Strassenlampe zwinkert Ihnen im Takt der Ebbe zu und signalisiert, dass heute der richtige Moment ist, das schleichende Mysterium des verschwundenen Joghurtdeckels aufzuklären. Sie werden eine Regenpfütze mit wichtigtuerischer Miene als Aquitanien taufen und diplomatische Beziehungen aufnehmen. Ihre Intuition verfasst selbstständig eine mehrbändige Bettlektüre aus Wellenschaum und Heizungsknistern – hören Sie gut zu, bevor der Morgenkaffee sie zurückfordert.

Das 13. Tierkreiszeichen: Der Bürostuhl

surreal mystical scene with an office chair floating among zodiac constellations

Die Entdeckung gelang per Zufall, als eine Putzfrau in der Sternwarte Adliswil versehentlich auf dem Notausgangsknopf sass und die Teleskope sich just auf die unscharfe Region zwischen der Kaffeemaschine und dem Aktenschrank ausrichteten. Dort leuchtete ein bisher übersehenes Sternbild – die charakteristischen fünf Rollen eines himmlischen Bürostuhls. Astrophysiker sind seither zerstritten: Einige glauben, es handle sich um eine uralte mesopotamische Sitzgelegenheit, andere vermuten einen bestellten Gaming-Stuhl, der nie geliefert wurde. Sicher ist nur, dass dieses Gestirn nur sichtbar wird, wenn man den Kopf im exakt gleichen Winkel neigt wie das mutierende Kabel unter dem Schreibtisch.

Menschen, die im Zeichen des Bürostuhls geboren sind, verfügen über eine angeborene Fähigkeit, in Meetings einen überzeugenden Pappkameraden zu hinterlassen, während sie selbst längst in der Cafeteria die Hängematte der Vorstellungskraft schaukeln. Sie glänzen mit einem unerschütterlichen Polster der Gelassenheit und beherrschen die hohe Kunst, mit der kleinsten Rückenlehnenverstellung einen ganzen Verhandlungstisch zum Umdenken zu bewegen. Ihre grösste Schwäche ist die Neigung, Klemmmechanismen emotional zu interpretieren und hydraulischen Federn Liebesbriefe zu schreiben. Dafür können sie wie kein anderes Wesen des Zodiaks ein Nickerchen zwischen zwei Termine falten, ohne dass der Termin es merkt.

Diese Woche schiebt Saturn eine wichtige Sitzungsperiode quer in Ihr Gestirn: Sie werden herausfinden, dass der Papiertoner nicht leer ist, sondern nur eine stille Meditation abhält. Ein kurioser Drehstuhl-Moment kündigt sich an, wenn Sie spontan einem Schwenkarm die Hand schütteln und danach drei Tage unerklärlichen Respekt von sämtlichen Büroklammern geniessen. Am Donnerstag sollten Sie unbedingt eine Gasfeder um Rat fragen, sie weiss, warum die Kantine plötzlich das Dessert in die firmeneigene Legende aufnimmt.

Wetter

Die Vorhersage, der Sie nie vertrauen sollten

☀️
Montag, 13. Juli
14° / 3°
Sonne satt, Vitamin-D-Flatrate
🌤️
Dienstag, 14. Juli
16° / 5°
Wolken flauschig wie frisch gewaschene Schafe
🌧️
Mittwoch, 15. Juli
12° / 7°
Regen fällt seitwärts, Schirme fliegen davon
⛈️
Donnerstag, 16. Juli
11° / 6°
Gewitter mit Blitz und gratis Lichtshow
🌫️
Freitag, 17. Juli
9° / 4°
Nebel so dicht, Postautos verirren sich
🌨️
Samstag, 18. Juli
8° / 2°
Hagelkörner gross wie Mini-Golfbälle erwartet
🌤️
Sonntag, 19. Juli
15° / 6°
Sonne und Wolken im freundlichen Schichtbetrieb
Wetter-Spezial

NEBEL IN ZÜRICH: KÜHE VERWECHSELN SICH GEGENSEITIG

dense fog over Zurich with confused cows bumping into each other

Ein dichter Nebel hat am Wochenende den Zürcher Stadtteil Wiedikon heimgesucht und für beispiellose Verwirrung unter der lokalen Kuhpopulation gesorgt. Mehrere Rinder wurden dabei beobachtet, wie sie sich gegenseitig für völlig fremde Kühe hielten und höflich mit dem Schwanz grüssten — eine Geste, die normalerweise nur bei Erstbegegnungen auf der Weide üblich ist.

Die kantonale Nebelkommission hat umgehend eine Untersuchung eingeleitet und empfiehlt allen Kühen, bis zur vollständigen Sichtverbesserung Namensschilder zu tragen. Betroffene Bauern berichten zudem von vermehrten Identitätskrisen im Stall: «Berta hielt sich kurzzeitig für eine Wolke», so ein sichtlich gerührter Landwirt.

Wetter-Spezial

WETTERFRÖSCHE STREIKEN: KEINE VORHERSAGE FÜR DEN MITTWOCH

small green frogs sitting on lily pads holding tiny protest signs

Das Meteorologische Institut bittet die Bevölkerung um Verständnis und hat für Mittwoch eine improvisierte Lösung angekündigt: Ein emeritierter Goldfisch soll ersatzweise das Barometer beobachten. Dessen Vorhersage lautet bisher «Blubberblubber mit leichtem Blasenaufstieg», was Experten zufolge auf wechselhaftes Wetter mit lokalen Überraschungen hindeutet.

Wetter-Spezial

SONNENUNTERGANG VERSPÄTET SICH WEGEN PERSONALMANGEL

sun hovering awkwardly above horizon with a tiny clock showing overtime

Ein technisches Missgeschick im himmlischen Schichtbetrieb hat am gestrigen Abend zu einer Verspätung des Sonnenuntergangs um geschlagene siebzehn Minuten geführt. Wie das kosmische Planungsamt mitteilt, habe sich die zuständige Abendrot-Abteilung im Dienstplan vertan, woraufhin die Sonne noch eine Extrarunde über dem Jura drehen musste.

Anwohner in Biel berichteten von einem leicht irritierten Dämmerungsgefühl, während eine Touristengruppe aus Schweden die Gelegenheit nutzte, um ein verspätetes Picknick mit zusätzlichem Licht zu geniessen. Die Sonne selbst entschuldigte sich am Morgen danach mit einem besonders farbenfrohen Morgenrot und versprach, ab sofort einen Wecker zu benutzen.

REDAKTION

portrait of a stern middle-aged man in a tweed suit, holding a red pen and a still-damp newspaper page

Alfons Druckfrisch

Chefredaktor

Alfons Druckfrisch führt die Redaktion mit eiserner Hand und einem unerschütterlichen Glauben an den Bleisatz, auch wenn der Verlag längst digital arbeitet. Er kommuniziert ausschliesslich über handkorrigierte Fahnenabzüge, die er mit rotem Kopierstift zupflastert. Sein Morgenritual besteht darin, die frische Tageszeitung erst zu lesen, wenn sie minutenlang unter seiner Nasenspitze geruht hat. Praktikanten verfallen in Ehrfurcht, sobald er den berühmten Satz «Da haben wir den Salat, aber ohne Dressing» murmelt.

portrait of a young woman in a trench coat, peering through a large magnifying glass at a crumpled piece of paper stuck in a printer

Petra Papierstau

Investigativ-Reporterin

Petra Papierstau ist bekannt dafür, dass sie selbst die vertracktesten Skandale in der Beschaffungsabteilung der Büromaterialwirtschaft aufdeckt. Jeder Papierstau im Drucker ist für sie ein ungelöster Fall, den sie mit Pinzette und Taschenlampe analysiert. Ihre Enthüllungsstory über manipulierte Heftklammern sorgte schweizweit für Bebenzonen in Schreibwarenläden. Privat sammelt sie verhedderte Tintenpatronen und träumt von der grossen Aktenvernichter-Verschwörung.

portrait of a middle-aged man with a massive camera, a flash unit reflecting so brightly that his face is half obscured by glare

Klaus Blitzlicht

Cheffotograf

Klaus Blitzlicht lichtet ab, was ihm vor die Linse kommt, und zwar mit einer Blitzintensität, die selbst Langzeitbelichtungen überflüssig macht. Seine Spezialität sind Porträts, auf denen die Motive noch Tage danach tanzende Lichtflecken sehen. Er trägt stets eine Weste mit sechs Ersatzblitzen und hält seine Assistenten mit dem Kommando «Natürliches Licht ist ein Gerücht» auf Trab. Unter Kollegen gilt sein Frühstücksmotto: Ein Ei, eine Schwarte Brot und ein Blitz, der den Toaster röstet.

portrait of an elderly man with a deeply furrowed brow, sighing heavily while writing with a quill on a purple notepad

Siegfried Seufzer

Kolumnist für gepflegte Entrüstung

Siegfried Seufzer verfasst die wöchentliche Kolumne «Stossseufzer des Alltags», in der er sich akribisch unbedeutenden Ärgernissen widmet. Ob ungleichmässig geschlossene Joghurtdeckel oder verspätete Busse um exakt zwölf Sekunden – er behandelt jedes Thema mit dem Gewicht einer Staatsaffäre. Sein legendärer Seufzer, mit dem er jede Redaktionssitzung eröffnet, wird von Volontären in Tonnotation mitgeschrieben. Neuerdings sammelt er Unterschriften dafür, dass zu kurze Bleistifte als eigenständiges Kulturgut geschützt werden müssen.

portrait of a young woman with vibrant pink glasses, holding a smartphone that displays a stream of notifications, surrounded by floating emojis

Melanie Statusmeldung

Social-Media-Beauftragte

Melanie Statusmeldung denkt, tweetet und atmet im Takt des Algorithmus. Sie übersetzt sogar den Kantinenplan in virale Reels und verleiht jedem Redaktionskuli ein eigenes Hashtag. Ihre Reichweite ist so gross, dass ihr eigener Mittagsschlaf als «Premium-Content-Live-Update» vermarktet wird. Kritiker sagen, sie antworte auf private Grüsse nur noch mit vorgefertigten Story-Stickern – was sie mit einem augenzwinkernden Emoji bestätigt.

portrait of a young male intern in a too-large jacket, proudly holding a laminating machine with a laminated slice of bread protruding from the slot

Linus Laminiergerät

Praktikant im dritten Semester seiner Doktorarbeit

Linus Laminiergerät ist der einzige Praktikant, der seine eigene Kaffeetasse einlaminiert hat und alle seine Notizzettel in Folie schweisst. Seine Leidenschaft geht so weit, dass er die monatliche Lohnabrechnung bereits vor Erhalt foliert, was zu gelegentlichen Problemen mit der Buchhaltung führt. Er promoviert inoffiziell über die Langzeitstabilität von Laminierfolien unter wechselnden Büroklimabedingungen. Die Redaktion hält ihn für unverzichtbar – spätestens seit er die verschüttete Suppe des Chefredaktors direkt auf dem Teppich konservierte.

portrait of a middle-aged man with reading glasses perched on his forehead, holding a red pen and a letter filled with crossed-out words and arrows

Theodor Tippfehler

Ressortleiter Leserbriefe

Theodor Tippfehler empört sich seit Jahrzehnten leidenschaftlich über Rechtschreibfehler – und unterläuft ihnen gleichzeitig mit schlafwandlerischer Sicherheit. Sein persönlicher Rekord liegt bei neunundvierzig Korrekturzeichen in einer einzigen Leserzuschrift, die er danach mit seinem Namenszug versah. Er führt ein geheimes Archiv besonders grotesker Buchstabendreher und zitiert daraus auf Partys, was ihm regelmässig leere Stühle einbringt. In der Redaktion gilt er als lebendes Argument gegen Rechtschreibhilfen, denn seiner Ansicht nach braucht es menschliches Versagen für wahre Grösse.

DISCLAIME

Rechtlicher Hinweis

Unsere Redaktion besteht aus drei Kaffeemaschinen und einem übermüdeten Taschenrechner

Three coffee machines and a calculator dressed as journalists in a chaotic newsroom